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Analysen - Ausland
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24.03.2009
Rieter "under review"
Vontobel Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Zürich (aktiencheck.de AG) - Fabian Haecki, Analyst von Vontobel Research, nimmt die Aktie von Rieter (ISIN CH0003671440/ WKN 869929) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" "under review".
Nach Bekanntgabe äußerst schwacher Umsatzzahlen anfangs des Jahres doppele Rieter nun mit einem Jahresergebnis nach, das durch Goodwill-Abschreibung (CHF -97 Mio.) und Restrukturierungsrückstellungen (CHF -238 Mio.) stark belastet sei. Das EBIT vor Sonderausgaben sei noch positiv (CHF 22.4 Mio.), der ausgewiesene Wert liege aber bei CHF -312 Mio., das Nettoendergebnis bei CHF -397 Mio. Dies unterbiete die Analysten- wie auch die Konsenserwartungen deutlich.
Das Ergebnis sei sehr schwach gewesen und habe den sehr schwierigen Marktbedingungen im Textil- und Automobilsegment entsprochen. Rieter schlage die Aufnahme der Großaktionäre des Konzerns Michael Pieper (CEO und Eigentümer der Franke Group; er halte über Artemis über 5% der Rieter-Aktien), This E. Schneider (CEO von Forbo, 10% der Rieter-Aktien) und Peter Spuhler (CEO, Chairman und Eigentümer von Stadler Rail, 17% der Rieter-Aktien) in den Verwaltungsrat vor.
Rieter erwarte im GJ 2009 keine Erholung seines Markts und prognostiziere einen operativen Verlust in beiden Sparten (VontE bisher: Breakeven). Trotz des hohen Nettoverlusts sei Rieters Bilanz angesichts einer Nettoverschuldung von CHF 37 Mio. und einer Eigenkapitalquote von 36% noch relativ solide. Eine Dividende werde nicht ausgeschüttet, aber das Unternehmen werde an Aktionäre Aktienoptionen ausgeben, die von seinem bedingten Kapital in Höhe von bis zu 9,2% der Stammaktien abgedeckt seien. Diese Maßnahme sei in den Augen der Analysten eher eine kleine Kapitalerhöhung als eine Ausschüttung an die Aktionäre.
Insgesamt sei das Jahresergebnis also äußerst bescheiden ausgefallen und die Verluste seien besorgniserregend. Immerhin: Die Goodwill-Abschreibungen seien nun praktisch vollständig vorgenommen und die Restrukturierungsrückstellungen dürften die nächsten ein bis zwei Jahre abdecken. Außerdem begrüße man die neuen VR-Mitglieder: Diese könnten Rieters bisher erfolglosen Doppelstrategie neuen Schwung verleihen. Nach einem solchen Jahresergebnis dürften alle strategischen Optionen offen sein (inklusive Veräußerung der Automotive-Sparte).
Die Analysten von Vontobel Research werden sowohl ihr "reduce"-Rating als auch ihr Kursziel von CHF 120 für die Aktie von Rieter überprüfen und erwarten sich neue Erkenntnisse von der Analystenkonferenz. (Analyse vom 24.03.2009) (24.03.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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