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Analysen - Ausland
13.03.2009
RHI positive Einschätzung
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, Analyst der Erste Bank, bestätigt seine positive Einschätzung für die RHI-Aktie (ISIN AT0000676903/ WKN 874182).

RHI habe vorläufige Jahresergebnisse für 2008 berichtet. Umsatz (+7,5% auf EUR 1,597 Mio.) und EBIT vor (nicht cash-wirksamen) bilanziellen Risikovorsorgen (+14,1% auf EUR 187,4 Mio.) hätten nur geringfügig unter den Erwartungen der Analysten gelegen, dank eines guten Geschäftes im Industrial Segment auch im vierten Quartal. Insgesamt sei der Umsatz im vierten Quartal jedoch um 2,8% auf EUR 375,8 Mio. gesunken und das EBIT unter Berücksichtigung von EUR 39 Mio. Risikovorsorgen sei von EUR 41,5 Mio. auf EUR 0,4 Mio. gefallen.

Der rückläufige Umsatz habe aus einer progressiv rückläufigen Mengennachfrage aus dem Stahl-Segment hergerührt, während sich Preise bisher stabil entwickelt hätten. Die Risikovorsorgen würden nach Ansicht der Analysten eine Vorsichtsmaßnahme darstellen - in den kommenden Quartalen würden sie keinerlei Maßnahmen in annähernd ähnlicher Höhe erwarten.

Das Geschäftsvolumen sollte aber in 2009 in Summe noch deutlich schleppender laufen als im vierten Quartal und insbesondere ab dem zweiten Quartal auch im Industrial Segment zu deutlichen Einbrüchen führen. Die Analysten seien bereits im November von einem Rückgang des EBIT in 2009 auf knapp EUR 100 Mio. ausgegangen. Auch das Management habe einen sehr vorsichtigen Ausblick gegeben und mitgeteilt, dass man ein Kostensenkungsprogramm mit einem Einsparungsvolumen von EUR 80 Mio. (EUR 40 Mio. bereits in 2009) gestartet habe. Konzentrieren wolle man sich vor allem auf eine Verschlankung der nicht-Marktbereiche und Produktion, Optimierungen bei Einkauf und Logistik und weitere Maßnahmen. Auch das Investitionsvolumen solle drastisch auf nur noch EUR 18 Mio. in 2009 zurückgefahren werden.

Die Analysten würden das ambitionierte Kosteneinsparungsprogramm begrüßen und hätten den Eindruck, dass der RHI-Vorstand (incl. Neo-Vorstandsvorsitzendem Fahnemann) den Ernst der Lage richtig erkannt habe und darauf reagiere. Positiv sei auch anzumerken, dass das Management in Szenariorechnungen zum Schluss gekommen sei, dass unter Berücksichtigung der eingeleiteten Maßnahmen selbst ein Rückgang der Produktion auf nur mehr 50% der Kapazität nicht zu einem Bruch der Kredit-Covenants führen würde. Das EBITDA sollte demzufolge auch in einem sehr schlechten Szenario nicht unter EUR 100 Mio. sinken.

Die Analysten der Erste Bank bleiben bei ihrer positiven Einschätzung zur RHI-Aktie trotz der bevorstehenden schweren Quartale. (Analyse vom 13.03.2009) (13.03.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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