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Analysen - Ausland
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10.03.2009
Johnson & Johnson halten
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Connie Schümann und Christine Nowak, Analystinnen der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von Johnson & Johnson (ISIN US4781601046/ WKN 853260) weiterhin mit "halten" ein.
Mit einem Gewinn pro Aktie von USD 0,94 vor Sonderposten im vierten Quartal hätten die Analystenerwartungen um zwei US-Cent übertroffen werden können. Der Konzern verfüge über hohe liquide Mittel (per 31.12.2008 rund USD 10,8 Mrd.), welche jederzeit für Akquisitionen genutzt werden könnten. Weitere Aktienrückkäufe seien geplant.
Obwohl die Ergebnisse in allen Geschäftsbereichen (sowohl national als auch international) enttäuscht hätten, habe sich der Umsatzrückgang um 4,9% auf 15,2 Mrd. in Grenzen gehalten. Die Analystenerwartungen hätten jedoch bei USD 15,9 Mrd. gelegen.
Das Geschäft mit Konsumgütern habe mit einem Umsatzanstieg von 1,2% nicht mehr an die hohen Zuwachsraten der Vorquartale anschließen können. Es sei zu einem Rückgang der Pharmaumsätze um elf Prozent bedingt durch starke Generikakonkurrenz gekommen (z.B. Risperdal). Zu den negativen Aspekten gehöre auch die Währungsentwicklung, da rund 49% des Umsatzes außerhalb der USA erwirtschaftet würden. Im Bereich medizinische Geräte habe sich der Druck vor allem bei Stents (Gefäßstützen) durch neue Produktanbieter verstärkt.
Der Konzern stelle sich auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2009 ein und erwarte nunmehr einen Gewinn je Aktie in einer Spanne von USD 4,45 bis USD 4,55, welcher höchstens auf Vorjahresniveau 2008 oder sogar etwas tiefer liegen werde. Die vorsichtige Haltung des Unternehmens werde damit begründet, dass im März das Exklusivverkaufsrecht des Epilepsiemedikaments Topamax auslaufe und die Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Verabreichung von Anämiemedikamenten nach wie vor bestünden. Ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit könnte auch die Umsätze mit Gesundheitsprodukten noch weiter schmälern. Obwohl Johnson & Johnson eine relativ starke Forschungspipeline besitze, werde viel davon abhängen, ob die Medikamente auch ihre Zulassung bekommen würden.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank würden daher noch einige Quartalsberichte abwarten und bleiben daher bei ihrer "halten"-Einschätzung für die Johnson & Johnson-Aktie. (Analyse vom 10.03.2009) (10.03.2009/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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