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Analysen - Ausland
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11.03.2009
William Demant "hold"
Vontobel Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Zürich (aktiencheck.de AG) - Die Analystin von Vontobel Research, Carla Bänziger, stuft die Aktie von William Demant (ISIN DK0010268440/ WKN 895318) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" weiterhin mit "hold" ein.
Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2008 habe DKK (Dänische Kronen) 5.374 Mio. (Vontobel-Schätzung: DKK 5.511,2 Mio., Konsensschätzung: DKK 5.369 Mio.) betragen. Das EBIT habe bei DKK 1.042 Mio. (Vontobel-Schätzung: DKK 1.129,8 Mio., Konsensschätzung: DKK 1.087 Mio.) gelegen. Der Reingewinn habe sich auf EUR 682 Mio. (Vontobel-Schätzung: EUR 779,2 Mio., Konsens: EUR 723 Mio.) belaufen.
William Demant erwarte, dass der Großhandelsumsatz der Gruppe mit Hörhilfen das Marktwachstum im Jahr 2009 um 2 bis 4 Prozentpunkte übertreffen werde. Das Management gehe davon aus, dass das widrige Marktumfeld während des gesamten Jahres 2009 anhalte. Kaum merkbares Volumenswachstum im Jahr 2009 und nur sehr durchschnittliche Verkaufspreise könnten sich sogar negativ auf das Marktwachstum auswirken.
Die Umsätze des Geschäftsjahres hätten den Konsenserwartungen entsprochen. Das EBIT habe 4%, der Reingewinn 6% unter den Konsenserwartungen gelegen. Das zugrunde liegende Umsatzwachstum (in Lokalwährung) habe im Geschäftsjahr 2% (VtE: 1,9%) und im zweiten Halbjahr 0,5% (VtE: 0%) betragen. Das Umsatzwachstum (in Lokalwährung) in der Hörgerätesparte habe im zweiten Halbjahr bei lediglich 0% (-0,2%E) gelegen, was eine klare Abschwächung gegenüber 3%, 10%, 8% und 11% in den vorangegangenen vier Halbjahren darstelle.
Bei den Diagnoseinstrumenten sei ein Anstieg von 21% in Lokalwährung (6%E) verzeichnet worden. Personal Communication sei um 14% in Lokalwährung (-3%E) zurückgegangen. Das Unternehmen erkläre, einige Kunden hätten sich für preisgünstigere Instrumente entschieden. Zudem hätten einige Hersteller versucht, ihre Verkaufspreise zu senken, um den schleppenden Absatz auszugleichen.
Die Bruttomarge von 68,4% (69,8%E) im zweiten Halbjahr habe unter der des Vorjahres (72,2%) gelegen. Gründe seien ein unzureichendes Volumenwachstum und geringere Größenvorteile. Die EBITA-Marge sei gegenüber dem Vorjahreswert von 21,2% auf 17,3% (19,6%E) zurückgegangen. Das Konzern-EBITA habe unter der Schwäche von GBP und USD gelitten.
Der Umsatz des Geschäftsjahres habe den Analystenerwartungen entsprochen, während der Ertrag enttäuscht habe. Besonders das EBIT des zweiten Halbjahrs habe um 9% unter den Konsensschätzungen gelegen. Basierend auf dem 2009 P/E und einem EV/EBITDA von 12,9 beziehungsweise 8,0 werde William Demant mit einem Abschlag von 1,5% und 5,3% gegenüber dem wichtigsten Konkurrenten, Sonova, und den mittelgroßen Schweizer Anbietern im Medtech-Segment gehandelt. Man werde die Schätzungen anpassen.
Die Analysten von Vontobel Research behalten ihre "hold"-Empfehlung für die Aktie von William Demant bei, das Kursziel wird überprüft. (Analyse vom 11.03.2009) (11.03.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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