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Analysen - Ausland
14.03.2002
ImClone für Risikobewusste
Die Telebörse-online

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Nach Ansicht der Analysten von "Die Telebörse-online" ist die ImClone-Aktie (WKN 883074) für risikobewusste Anleger geeignet.

ImClone sei die derzeit wohl heißeste Biotech-Wette. Im letzten Jahr sei der Pharmakonzern Bristol Meyers Squibb (BMS) für 1 Milliarde Dollar mit 20 Prozent bei ImClone eingestiegen. Objekt der Begierde sei das vielversprechende Krebsmedikament Erbitux gewesen, das kurz vor der Zulassung gestanden habe. Anfang Dezember dann der Schock: Die Gesundheitsbehörde FDA habe dem Präparat die Zulassung verweigert und nach zusätzlichen Daten verlangt. Grund dafür seien Fehler in den klinischen Tests und unvollständige Unterlagen gewesen. In der folge seien die Imclone-Aktie von 83 auf 17 Dollar gefallen, und BMS habe begonnen, seinen Partner zu bekriegen. Zu Jahresanfang schien es, als würde ImClone unter der Last des Debakels zusammenbrechen.

Doch dann sei die Wende gekommen: Anfang März hätten BMS und ImClone das Kriegsbeil begraben. Punktsieg für ImClone: Alles sei beim Alten geblieben, außer dass BMS 100 Millionen Dollar weniger Zulassungsprämie bezahle und fortan mehr Einfluss auf das Testverfahren nehmen werde.

Nun habe noch die FDA signalisiert, dass die Zulassung von Erbitux auf Basis bekannter Testdaten, unter anderem vom Europa-Partner Merck KGaA, neu beantragt werden könne. Gehe nun alles glatt, könnte der Krebskiller im Frühjahr kommenden Jahres auf den Markt kommen. Das entspräche zwar immer noch einer Verzögerung von einem Jahr. Das Horrorszenario - komplett neue Tests - hätte das Unternehmen jedoch um mindestens zwei Jahre zurückgeworfen.

Im Zuge der positiven Nachrichten habe sich auch der Kurs erholt. In den letzten zwei Wochen sei der Titel von 20 auf 30 Euro gestiegen. Gelinge der zweite Anlauf der Erbitux-Zulassung, seien weitaus höhere Kurse drin. Für einen Erfolg spreche, dass sich ImClone unter den strengen Augen von BMS vernünftig auf das Verfahren vorbereiten werde. An Erbitux, von dessen Verkaufserlösen ImClone 40 Prozent kassieren werde, hänge die Zukunft der Firma. Ein neues Desaster um Erbitux könnte somit auch das Ende von Imclone besiegeln.

Wer sich dieses erheblichen Risikos bewusst ist, kann die Wette wagen und mit kleinen Summen bei ImClone einsteigen, so die Analysten von "Die Telebörse-online". Ein Stop-loss-Kurs sei obligatorisch.



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