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Analysen - Ausland
27.02.2009
Telekom Austria akkumulieren
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Thomas Unger, Analyst der Erste Bank, empfiehlt die Aktie der Telekom Austria (ISIN AT0000720008/ WKN 588811) weiterhin zu akkumulieren.

Am Mittwoch habe die Telekom Austria neben den Quartalszahlen für das vierte Quartal 2008 das Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert. Darin hätten sich kaum Überraschungen befunden, die Markterwartungen seien weitgehend erfüllt worden. Der Umsatz 2008 sei um 5,1% gegenüber dem Vorjahr und um 1,4% im letzten Quartal alleine gestiegen. Angetrieben worden sei dieser Anstieg durch die Beiträge aus der Mobilfunksparte, vor allem wegen starker Ergebnisse der mobilkom austria und Velcom in Weißrussland.

Die im Dezember verkündeten Restrukturierungsmaßnahmen (EUR 632,1 Mio.) im Festnetz hätten das berichtete EBITDA von EUR 1.295,6 Mio. stark belastet und im Quartalsvergleich zu einem Rückgang auf einen Verlust von EUR 212 Mio. geführt. Der Betriebsverlust im 4. Quartal habe EUR 516,1 Mio. betragen, während im Gesamtjahr 2008 das Betriebsergebnis um 82,2% auf EUR 135,5 Mio. gesunken sei. Als Folge des Restrukturierungsprogramms habe sich ein Nettoverlust von EUR 437,7 Mio. im 4. Quartal und von EUR 48,8 Mio. im Gesamtjahr ergeben. Die Investitionen für Sachanlagen seien von EUR 851,3 Mio. 2007 auf EUR 807,6 Mio. 2008 gesunken, während die Nettoverschuldung im selben Zeitraum um 9,4% auf EUR 3.993,3 Mio. zurückgegangen sei.

Der Ausblick für 2009 sei bereits am Capital Markets Day verkündet worden: Laut Management sollten die Umsatzerlöse EUR 5,1 Mrd. erreichen, während das EBITDA bei EUR 1,9 Mrd. auf dem Niveau von 2008 bleiben solle. Die Dividenden-Ausschüttungsquote bleibe unverändert bei 65% des Nettoüberschusses und die Dividendenuntergrenze auf EUR 0,75 je Aktie festgesetzt.

Weiters sei anzumerken, dass das Unternehmen bis zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf das operative Geschäft habe erkennen können. Die Analysten würden den defensiven Charakter der Umsätze der Telekom Austria schätzen und die Mobilfunktöchter im Osten, trotz der Abschläge, die die Aktie in den letzten Monaten wegen dieses CEE-Exposures habe hinnehmen müssen, weiterhin als attraktive Wachstumstreiber erachten.

Daher bleiben die Analysten der Erste Bank bei ihrer "akkumulieren"-Empfehlung für die Telekom Austria-Aktie mit einem Kursziel von 12,7 EUR. (Analyse vom 27.02.2009) (27.02.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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