Logo
Analysen - Ausland
27.02.2009
OMV kaufen
Erste Bank

www.optionsscheinecheck.de

Wien (aktiencheck.de AG) - Günther Artner, Analyst der Erste Bank, stuft die Aktie von OMV (ISIN AT0000743059/ WKN 874341) unverändert mit "kaufen" ein.

OMV habe diese Woche Q4/2008-Ergebnisse präsentiert, die vom starken Ölpreisrückgang geprägt gewesen seien. Der durchschnittliche Brent-Preis sei verglichen zu Q4/2007 um 37% zurückgegangen, der Rückgang innerhalb des Quartals habe auch hohe negative Lagereffekte in den Raffinerien mit sich gebracht. Das Konzern-EBIT von EUR -129 Mio. habe deutlich unter jenem von Q4/2007 (EUR 492 Mio.) und auch unter der Analystenschätzung von EUR 150 Mio. gelegen. Aufgrund von hohen Sonderaufwendungen habe der EBIT-Beitrag von Petrom nur bei EUR -372 Mio. gelegen.

Das Finanzergebnis habe deutlich unter dem Niveau von Q4/2007 gelegen, da Borealis und Petrol Ofisi negative Beiträge geliefert hätten. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten habe bei EUR -208 Mio. verglichen zu EUR 318 Mio. in Q4/2007 betragen. Per Ende Dezember habe die Nettoverschuldung des Konzerns bei EUR 3.448 Mio. und der Verschuldungsgrad bei 36,8% gelegen.

Im Bereich Exploration und Produktion (E&P) sei das EBIT vor Sondereffekten verglichen zu Q4/2007 um 43% auf EUR 371 Mio. gefallen, da die Ölpreise dramatisch zurückgegangen seien, was nur teilweise durch positive Währungseffekte habe kompensiert werden können. Die Öl- und Gasproduktion des Konzerns habe mit 318.000 boe/d 2% unter dem Niveau von Q4/2007 gelegen. Im Bereich Raffinerien und Marketing (R&M) habe das EBIT vor Sondereffekten bei EUR -127 Mio. verglichen zu EUR -9 Mio. in Q4/2007 betragen.

Der Rückgang des Ölpreises habe zu negativen Lagereffekten von EUR 484 Mio. im Raffineriegeschäft geführt. Das Petrochemie-Geschäft habe von noch immer hohen Margen profitiert. Der Beitrag des Marketing-Geschäfts habe sich dank hoher Mengen und eines starken Non-Oil-Geschäfts deutlich verbessert. Im Bereich Gas und Power (G&P) sei das EBIT vor Sondereffekten dank guter Ergebnisse des Bereichs Gas Supply, Marketing und Trading um 4% auf EUR 83 Mio. gestiegen.

Der Rückfall auf einen Verlust im vierten Quartal sei somit hauptsächlich auf den Ölpreisrückgang beziehungsweise auch auf wiederholte negative Einmaleffekte bei Petrom zurückzuführen. Vor Einmaleffekten habe das Ergebnis aber im akzeptablen Bereich gelegen.

Die Analysten der Erste Bank bleiben bei ihrer Kaufempfehlung für die Aktie von OMV und werden demnächst ein aktualisiertes Kursziel veröffentlichen. (Analyse vom 27.02.2009) (27.02.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de