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Analysen - Nebenwerte
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23.02.2009
BayWa defensives Investment
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" halten die BayWa-Aktie (ISIN DE0005194062/ WKN 519406) für ein defensives Investment.
Der Agrarkonzern gehe davon aus, das Gewinnziel für das vergangene Geschäftsjahr zu erreichen. Wie Finanzchef Andreas Helber den Experten im Hintergrundgespräch mitteile, erwarte das Münchener Unternehmen vor Steuern mehr als 100 Millionen Euro zu verdienen und damit das eigene Gewinnziel voll erreicht zu haben. Abzüglich einer Steuerquote von circa 25 Prozent und Minderheitsanteilen von circa 22 Millionen Euro sollten netto knapp 60 Millionen Euro in der Kasse klingeln. Pro Aktie würden die Experten von einem Gewinn von knapp 1,80 Euro ausgehen. Der Umsatz dürfte die Marke von acht Milliarden Euro übersprungen haben. Das EBIT würden die Experten bei mehr als 140 Millionen Euro erwarten.
Vom Rekordjahr sollten laut Helber die Aktionäre profitieren. "Wir haben in der Vergangenheit die Dividende kontinuierlich erhöht. Das kann man auch für 2009 erwarten. Schließlich haben wir ja ein ausgezeichnetes Geschäftsjahr hinter uns", sage Helber. Basis der Dividende für das Jahr 2007 seien 32 Cent je Aktie.
Die in 1923 gegründete BayWa AG unterteile das Geschäft im Wesentlichen in die Bereiche Agrar, Bau und Energie. Prächtig verdient habe die Firma in 2008 insbesondere im Bereich Land- und Ernährungswirtschaft. Windfall-Profits von gut 20 Millionen Euro würden sich allerdings nicht in jedem Jahr wiederholen lassen. "Das fehlt uns natürlich in 2009. Wir sind aber dennoch zuversichtlich für das neue Geschäftsjahr. Allerdings müssen wir zuerst die Ernte abwarten, um konkretere Aussagen treffen zu können", erkläre der Finanzchef. Im Bausegment sollte 2009 halbwegs stabil verlaufen. "Wir können an dieser Stelle vom Konjunkturpaket profitieren".
Weniger volatil entwickle sich die Sparte Energie. "Von dieser Einheit versprechen wir uns ebenfalls ein vernünftiges Jahr". Eine konkrete Gewinnprognose habe sich Helber für 2009 jedoch nicht entlocken lassen. "Wir haben für 2009 aber keinen Grund zum Trauern". Aus heutiger Sicht erscheine jedoch das um Einmaleffekte bereinigte Gewinnniveau des Jahres 2007 darstellbar. Das entspreche einem Gewinn vor Steuern von etwa 70 Millionen Euro.
Laut Helber schaue sich BayWa sehr intensiv nach Zukäufen um, da die Zeit dafür recht günstig erscheine. Vor allem den Bereich Agrar und Bau wolle das Management durch Akquisitionen stärken. Die Größenordnung reiche von einem kleinen Zukauf bis hin zu einer Übernahme mit mehreren Hundert Millionen Umsatz. Eine Kapitalerhöhung sei laut Helber für eine Übernahme nicht notwendig. Ausbauen wolle BayWa auch den Bereich Green Energy - entweder durch eine Übernahme oder aus eigener Kraft. Besonders interessant sei der Bereich Solar und Biogas. "Wir haben Zugang zu sehr vielen Kunden. Warum sollen zum Beispiel Landwirte nicht eine Solaranlage von uns kaufen?" Ziel sei, das Potenzial der Kundenliste zu heben und damit die Wertschöpfungskette durch Green Energy zu ergänzen.
Der mit über 700 Millionen Euro kapitalisierte Konzern ist ein defensives Investment, so die Experten von "TradeCentre.de" zur BayWa-Aktie. Bilanziell stehe das Unternehmen auf gesunden Beinen. Auch die Cashflows seien passabel. Die Aktie scheine im Bereich um 20 Euro einen Boden gefunden zu haben. Auch wenn sich der Gewinn je Aktie gegenüber 2008 deutlich reduzieren werde, scheine die Aktie mittelfristig aussichtsreich. Das KGV für 2009 würden die Experten auf 11 bis 15 schätzen. (Analyse vom 23.02.2009) (23.02.2009/ac/a/nw) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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