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Analysen - Ausland
18.02.2009
Givaudan "hold"
Vontobel Research

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Zürich (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Vontobel Research, Rene Weber, stuft die Aktie von Givaudan (ISIN CH0010645932/ WKN 938427) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" weiterhin mit dem Rating "hold" ein.

Während eine organische Abnahme des Umsatzes im vierten Quartal bei den Duftstoffen erwartet worden sei, sei die Abnahme bei den Aromen überraschend gekommen. Givaudan erkläre sie mit den Auswirkungen des Lagerabbaus. Auch die Analysten hätten eine Verlangsamung erwartet, da diese schon bei IFF zu beobachten gewesen sei. Wenn man die organische Wachstumsrate im GJ 2008 bei Givaudan und IFF vergleiche, so gewinne Givaudan bei den Duftstoffen, während IFF bei den Aromen vorne liege. Dabei sollte man im Auge behalten, dass es in jedem Quartal zu Auswirkungen von Produkteinführungen kommen könne. Bruttomargen seien im GJ 2008 aufgrund der höheren Rohstoffpreise um 150 BP eingebrochen (2008: +8%, zweites Halbjahr: +11%), aber Einsparungen aus der Integration (CHF 140 Mio.) hätten geholfen, dies großteils zu kompensieren.

Die bereinigte EBITDA-Marge sei um 30 BP gesunken und liege jetzt bei 20,6%. In CHF sei das EBITDA um 8%, in LW hingegen nur um 1% gesunken. Habe die Fragrance-Sparte ein EBITDA-Plus von 40 BP verzeichnen können, sei derselbe Wert in der Flavour-Sparte überraschend um 80 BP gefallen. Neben den gestiegenen Rohmaterialpreisen sei auch ein ungünstiger Produktmix für dieses Abschneiden verantwortlich (weniger Getränke).

Wegen der Bardividende von CHF 10 Mio. müsse Givaudan rund CHF 70 Mio. ausschütten (letztes Jahr: CHF 139 Mio.); der Warrant hingegen (Wert: CHF 10) werde für einen Barmittelzufluss von ebenfalls CHF 70 Mio. sorgen - wobei die 0,18 Mio. zusätzlichen Aktien allerdings zu einer Verwässerung von 2% führen würden. Mit einer prognostizierten EBITDA-Marge von 22,7% bleibe der Ausblick für 2010 unverändert, der Lagerabbau werde aber auch in Q1 und im ersten Halbjahr 2009 anhalten und die Wachstumsraten beeinträchtigen. Geringere Rohmaterialpreise und steigende Verkaufspreise hingegen dürften sich im zweiten Halbjahr 2009 positiv auswirken (Lagerbestände von drei bis vier Monaten). Man reduziere die EPS-Schätzungen: 2009E neu: CHF 46,1 (bisher: CHF 48,8), 2010E neu: CHF 55,8 (bisher: CHF 60,2), unter Berücksichtigung der zusätzlichen Aktien aus dem Warrant.

Die Abnahme bei den Aromenmargen sei als negative Überraschung gekommen, weswegen man die EPS-Schätzung (2010E: -8%) senke. Die Dividendenlösung mit Optionen werde Givaudan zusätzliches Eigenkapital verschaffen, werde aber zu einer Verwässerung von -2% führen und zeige, dass sich das Unternehmen auf einer Senkung seines Verschuldungsgrades konzentriere. Der Fall des Aktienkurses um 11% reflektiere fallende Schätzungen, weshalb auch die Analysten ihr Kursziel von CHF 1.050 auf CHF 900 senken würden.

Sogar nach dem Kursabschlag hat Givaudan (P/E 2010E: 13,2) noch immer eine Prämie gegenüber Wettbewerbern (IFF: 9,5), und die Analysten von Vontobel Research bleiben daher bei ihrer neutralen Einschätzung für die Aktie. (Analyse vom 18.02.2009) (18.02.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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