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16.02.2009
Presse: Royal Bank of Scotland plant weiteres Stellenabbauprogramm
aktiencheck.de

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Edinburgh (aktiencheck.de AG) - Die Royal Bank of Scotland Group plc (ISIN GB0007547838/ WKN 865142) will einem Pressebericht zufolge ein weiteres groß angelegtes Stellenabbauprogramm durchführen.

Nach Informationen der britischen Tageszeitung "Sunday Times" plane die im Zuge der internationalen Finanzkrise schwer gebeutelte Großbank den Abbau von bis zu 20.000 weiteren Stellen. Dadurch wolle man die Fixkostenbasis in den kommenden drei bis fünf Jahren um mehrere hundert Millionen Britische Pfund (GBP) entlasten. Neben einem geplanten weiteren Stellenabbau und dem Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörender Konzerntöchter wolle sich die Royal Bank of Scotland aus verschiedenen Regionen teilweise komplett zurückziehen. Dem Bericht zufolge seien dabei unter anderem die Geschäftsaktivitäten in der Slowakei, Rumänien und Usbekistan betroffen. Bereits zuvor habe das Kreditinstitut rund 13.000 Stellen gestrichen.

Im Jahr 2007 hatte der Royal Bank of Scotland Teile der niederländischen Großbank ABN AMRO übernommen und muss in diesem Zusammenhang im laufenden Jahr voraussichtlich Abschreibungen in zweistelliger Milliardenhöhe auf die damals erworbenen Vermögenswerte vornehmen. Aktuell stehe die britische Großbank laut Informationen der Zeitung in Verhandlungen mit dem niederländischen Staat über den Verkauf von Teilen der damals erworbenen Geschäftsaktivitäten von ABN AMRO in den Niederlanden. Für das laufende Fiskaljahr wird die Royal Bank of Scotland voraussichtlich einen Verlust von knapp 30 Mrd. GBP ausweisen, wovon rund 20 Mrd. GBP auf Goodwill-Abschreibungen bei der ABN AMRO entfallen.

Die Aktie der Royal Bank of Scotland notiert aktuell in London mit einem Minus von 4,13 Prozent bei 20,90 Pence. (16.02.2009/ac/n/a)


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