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News - Nebenwerte
10.02.2009
Qimonda fährt Produktion in Dresden zurück
aktiencheck.de

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München (aktiencheck.de AG) - Die zum Technologiekonzern Infineon Technologies AG (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) gehörende Tochter Qimonda AG (ISIN US7469041013/ WKN A0KEAT) hat am Dienstag am Standort Dresden mit der Reduktion der Waferstarts auf etwa ein Viertel der vorhandenen Kapazitäten begonnen. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Konzerns hervor.

Mit diesen Maßnahmen trägt der Konzern sowohl der Marktentwicklung wie auch der Notwendigkeit Rechnung, Verlust bringende Aktivitäten zu reduzieren und Liquidität zu schaffen. Gleichzeitig habe Qimonda weitere Fortschritte bei der Entwicklung der 46-nm-Buried Wordline-Technologie erzielt wobei man die Ausbeute des neuen Fertigungsprozesses schneller als ursprünglich erwartet steigern konnte.

Die reduzierte Einschleusung von Wafern habe zunächst keine Auswirkung auf Kundenlieferungen. Frei werdende Maschinen würden in einen Standby-Modus versetzt und könnten ihren Betrieb kurzfristig wieder aufnehmen. Die Entwicklung der neuen 46-nm-Buried Wordline-Technologie, die einen überdurchschnittlich großen Produktivitätssprung ermögliche und mehr Energieeffizienz gegenüber vergleichbaren Produkten im Markt biete, würden unvermindert vorangetrieben.

"Die erfolgreiche Produktivitätssteigerung ist in der aktuellen Situation nach unserer Überzeugung der beste Weg, um potenzielle Investoren von der Zukunftsfähigkeit von Qimonda zu überzeugen", sagte Thomas Seifert, Finanzvorstand und COO der Qimonda AG. "Sobald ein Investor an Bord ist, kann Dresden auch die Einschleusung in der Produktion wieder erhöhen." Erste Gespräche mit potenziellen Interessenten wurden in den vergangenen Tagen bereits geführt. "Es ist jedoch noch zu früh, um hier eine Bewertung vorzunehmen", so der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé und der Vorstandsvorsitzende Kin Wah Loh.

Nach Aussage des Konzerns muss eine Investorenlösung bis Ende März gefunden sein, um die Fortführung des Geschäftsbetriebs bei Qimonda zu gewährleisten. Es wurden bisher keine endgültigen Entscheidungen hinsichtlich der zukünftigen Struktur der Gesellschaft getroffen, einschließlich darüber, ob die Geschäftsteile, die weitergeführt werden können, durch Qimonda gehalten werden oder in eine neue Gesellschaft eingebracht werden, die neuen Investoren gehört. Im letzteren Falle, oder wenn Investoren zur Finanzierung der Fortführung von Qimondas Unternehmen nicht gefunden werden können, würde die Qimonda AG voraussichtlich liquidiert.

Die Aktie von Qimonda notiert aktuell mit einem Minus von 10,08 Prozent bei 0,11 Euro. (10.02.2009/ac/n/nw)


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