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Analysen - Nebenwerte
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09.02.2009
Andreae-Noris Zahn Upgrade
GBC AG
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Augsburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der GBC AG, Felix Gode und Jörg Grunwald, stufen die Andreae-Noris Zahn-Aktie (ISIN DE0005047005/ WKN 504700) von "halten" auf "kaufen" herauf.
Das Marktumfeld, in dem sich die Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG) bewege, sei weiterhin schwierig. Neben dem anhaltend starken Wettbewerb sei auch das regulatorische Umfeld sehr markant. Durch verschiedene Gesetze sei in den vergangenen Jahren begünstigt worden, dass bei Arzneimitteln ein anhaltender Preisverfall zu spüren sei. Zudem sei ebenfalls seit Jahren ein steigender Trend bei Direktbelieferungen zu beobachten. Die Mischkalkulation des Großhandels aus hoch- und niedrigpreisigen Artikeln gehe damit zunehmend nicht mehr so auf wie früher. Dies belaste den pharmazeutischen Großhandel merklich und verursache rückläufige Rohmargen.
Der Arzneimittelmarkt weise dennoch ein konstant starkes Wachstum auf. In den letzten Jahren sei ein durchschnittliches Wachstum von 4,8% gemessen worden. In diesem Umfeld habe es ANZAG auch erneut geschafft, ihre Marktposition zu festigen und ein Umsatzwachstum von 3,5% zu erzielen. Ergebnisseitig hätten zum einen die oben beschriebenen Marktgegebenheiten sowie Sondereffekte belastet. Vor allem die Insolvenz eines großen Kunden habe eine außerordentliche Ergebnisbelastung von 5,6 Mio. Euro verursacht. Aber auch Währungsverluste hätten dabei eine wesentliche Rolle gespielt.
Insgesamt habe die ANZAG die Prognosen jedoch nicht erfüllen können. Zunächst sei vorgesehen gewesen, ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres zu erreichen. Tatsächlich hätten das schwierige Marktumfeld und die Sonderbelastungen dazu geführt, dass das EBIT mit 29,34 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahr gelegen habe, als 46,87 Mio. Euro erzielt worden seien. Auch unterm Strich habe ein deutlicher Rückgang verzeichnet werden müssen. Das Konzernergebnis nach Minderheiten habe mit 7,24 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 36,70 Mio. Euro gelegen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass das Ergebnis im Vorjahr durch einen positiven Steuereffekt in Höhe von 13 Mio. Euro begünstigt worden sei.
Ihre Prognosen für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 hätten die Analysten von GBC AG auf Grund des schwächeren Geschäftsjahres 2008 zurückgenommen. Sie würden zwar weiterhin von Wachstumsraten in Höhe von rund 5% für die kommenden beiden Jahre ausgehen, hätten aber die Ergebnisschätzungen reduziert. Nach einem EBIT von zuvor 44,60 Mio. Euro für 2009 würden sie nun davon ausgehen, dass ein Wert von 36,74 Mio. Euro erreicht werde. Dabei sei zu beachten, dass sie bei den Schätzungen von einem sehr vorsichtigen Szenario ausgegangen seien. Die ersten Monate des neuen Geschäftsjahres seien schon einmal sehr zufriedenstellend verlaufen. Es seien sowohl Umsatz- als auch Ergebnissteigerungen erreicht worden.
Die jüngsten Turbulenzen an den Börsen hätten auch die Aktie der ANZAG nicht verschont. Der Kurs habe seit Anfang Oktober über 50% an Wert verloren. Damit würden sich nach Ansicht der Analysten jetzt gute Einstiegschancen ergeben. Das Geschäftsmodell, das stetige Marktwachstum und die konservativen Schätzungen berücksichtigt, sei ein 2009er KGV von 18 als nicht teuer einzuschätzen. Zudem zahle ANZAG eine Dividende von 1,10 Euro, was einer Dividendenrendite von 6% entspreche. Das Kursziel für die Aktie sähen die Analysten bei 25,27 Euro, womit sich eine Unterbewertung von über 30% ergebe.
Zwar revidieren die Analysten der GBC AG damit ihr bisheriges Kursziel von 31,15 Euro nach unten, stufen die Andreae-Noris Zahn-Aktie aber auf Grund des starken Kursrückgangs und des damit verbundenden Kurspotenzials von "halten" auf "kaufen". (Analyse vom 09.02.2009) (09.02.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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