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Analysen - DAX 100
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05.02.2009
Krones mittelfristig kaufenswert
TradeCentre.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" halten die Aktie von Krones (ISIN DE0006335037/ WKN 633503) für mittelfristig kaufenswert.
Der Weltmarktführer für Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen habe neun Jahre am Stück neue Rekorde feiern können. Ein Zehntes werde sehr wahrscheinlich nicht folgen. "Die Folgen der Finanzkrise hat nunmehr auch uns erwischt", sage Hans-Jürgen Thaus im Gespräch mit "TradeCentre.de". Wie der stellvertretende Vorstandsvorsitzende erläutere, würden sich die Kunden derzeit wegen der Unsicherheit mit Aufträgen zurückhalten. "Wir beliefern Kunden aus dem Bereich Essen und Trinken und sind in einem prinzipiell krisenresistenten Markt tätig. Das sind vor allem größere Konzerne, denen es weitgehend gut geht. Sie sind mit neuen Projekten aber dennoch zurückhaltend wegen der allgemeinen Verunsicherung und vor allem Vertrauenskrise", so Thaus.
Folglich werde Krones in 2009 von einer Wachstumsdelle bei Umsatz und Gewinn nicht verschont bleiben. Darauf deute der Auftragseingang im Schlussquartal 2008 zumindest hin. Dieser habe um mehr als zehn, aber weniger als 20 Prozent, hinter dem vergleichbaren Vorjahresniveau von 537 Millionen Euro zurückgelegen, ergänze der diplomierte Betriebswirt und Wirtschaftsinformatiker.
In diesem Jahr werde die in Neutraubling ansässige Gesellschaft beim Umsatz vermutlich nicht wachsen. Wahrscheinlich würden die Einnahmen moderat zurückgehen. Ein kleinerer Rückgang der Erlöse könne hinsichtlich der Margen verkraftet werden. "Bis zu einem gewissen Grad können wir atmen und müssen keine straffen Kostensenkungsprogramme durchziehen oder Stammpersonal entlassen". Allerdings könnte der Wettbewerb die Preise drücken, wenn weniger Projekte am Markt seien. In der Summe gehe man auch von einem leichten Rückgang der Margen aus. Vereinzelte Analysten würden in 2009 einen Gewinnrückgang von mehr als 20 Prozent erwarten. Das sei nach Meinung der Experten der Worst Case.
Im vergangenen Geschäftsjahr habe Krones die reduzierten Erwartungen erreicht. Laut Thaus werde sich der Umsatz auf über 2,3 Milliarden Euro belaufen. Das entspreche einem Umsatzplus von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Vorsteuermarge erwarte man in etwa bei sieben Prozent. Abzüglich Steuern rechne man mit einem Überschuss von über 110 Millionen Euro oder einem Ergebnis je Aktie von circa 3,50 Euro. Die Dividende dürfte von 70 auf 80 Cent je Aktie erhöht werden. "In der Regel schütten wir zwischen 20 und 25 Prozent unseres Jahresgewinns aus. Das werden wir auch für 2008 vorschlagen", sage der Vorstand.
Die Bilanz des Unternehmens gehöre zu den solidesten im MDAX. Goodwill und immaterielle Vermögenswerte seien für Thaus eher ein Fremdwort. Der operative Cashflow dürfte in 2008 wieder sehr üppig geflossen sein. Zum Jahresende verfüge Krones laut dem Vorstand über ein gesundes Nettoguthaben von deutlich über 50 Millionen Euro. Die Bankschulden lägen bei Null. Das Eigenkapital belaufe sich auf rund 800 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote sei mit gut 50 Prozent solide.
Für das Jahr 2009 wolle Thaus trotz Krise zwischen 50 und 60 Millionen Euro investieren und keine Abstriche machen: "Wir wollen so schnell wie möglich unseren Wachstumspfad wieder aufnehmen und rüsten uns für die Zukunft". Zukäufe seien daher auch nicht ausgeschlossen. "Wir haben die Augen immer offen. Eventuell ergibt sich für uns in diesem Jahr eine schöne Chance etwas preiswert zu kaufen", sage Thaus. Im vergangenen Jahr seien zwei Akquisitionen kurz vor Torschluss gescheitert. Unter anderem auch am Preis, was sich inzwischen geändert haben könnte.
Der über 10.000 Mann starke Betrieb werde nach dem Kurssturz lediglich mit rund 800 Millionen Euro kapitalisiert. Das liege auf dem Niveau des Eigenkapitals inklusive solider Bilanzstruktur.
Im Bereich um 25 bis 26 Euro ist die Aktie von Krones nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" zum Buchwert zu haben und mittelfristig kaufenswert. (Analyse vom 05.02.2009) (05.02.2009/ac/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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