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Analysen - TecDAX
05.02.2009
Manz Automation auf die Watchlist setzen
TradeCentre.de

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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die Aktie von Manz Automation (ISIN DE000A0JQ5U3/ WKN A0JQ5U) auf die Watchlist zu setzen.

Im Jahr 2006 habe die Manz Automation ihren Börsengang gefeiert. Das Papier sei zu 19 Euro emittiert worden. In der Spitze habe die Aktie knapp 200 Euro gekostet. Es sei eine Verzehnfachung innerhalb von gut zwei Jahren. Vom Rekordhoch im letzten Sommer hätten sich die Anteilsscheine des Technologieanbieters für die Photovoltaik- und LCD-Industrie nunmehr gesechstelt. Inzwischen müsse man lediglich 30 Euro für die Aktie auf den Tisch blättern. In der Spitze habe der Börsenwert bei fast 700 Mio. Euro gelegen (aktuell: knapp 140 Mio. Euro).

Das Unternehmen sei von der Krise stark betroffen. Fehlende Finanzierungsmöglichkeiten für Solarprojekte reduzieren oder zumindest verzögern derzeit die Nachfrage nach entsprechendem Equipment, was die Schwaben anbieten, so die Experten von "TradeCentre.de". Vereinzelte Analysten würden für Manz in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von 20 bis 30 Prozent erwarten. Die bisher zweistellige EBIT-Marge solle in den unteren einstelligen Bereich zurückfallen. Auf Nachfrage habe Finanzvorstand Martin Hipp keine Prognose für 2009 preisgeben wollen. "Das Jahr wird schwieriger werden als die Vorjahre. Dennoch sind nach wie vor große Chancen auf Neuaufträge da. Unsere Kunden sind derzeit noch zurückhaltend und Projekte ziehen sich nach hinten", habe der CFO gesagt.

Zumindest in der ersten Jahreshälfte erwarte Hipp keine Veränderung der derzeitigen Situation. Im zweiten Halbjahr werde erwartet, dass die Nachfrage wieder anziehe. Dennoch könnten Investoren dieses Jahr zahlentechnisch abhaken, da eine eventuell eintretende Orderflut im zweiten Semester das Jahr nicht kompensieren werde. Das Unternehmen habe per Ende September einen Auftragsbestand von rund 160 Mio. Euro gehabt. Bereits in Q3 sei der Ordereingang mit acht Mio. Euro sehr gering gewesen. "Im Schlussquartal hatten wir wieder einen höheren Auftragseingang als im dritten Quartal. Allerdings auf einem niedrigen Niveau", habe Hipp gesagt.

Derzeit seien die Kapazitäten noch gut ausgelastet, da der vorhandene Orderbestand abgearbeitet werde. Eine Anpassung der Kapazitäten sei derzeit nicht geplant. "Die große Welle an Neueinstellungen ist zunächst vorbei. Zudem werden wir Überstunden abbauen". Für die Zukunft habe sich der CFO optimistisch gezeigt, bei einem insgesamt anziehenden Umfeld zur alten Stärke zurückzukehren. "Unser Markt bleibt mittelfristig aussichtsreich." Das sei auch der wesentliche Grund dafür, jetzt die Kapazitäten nicht zu reduzieren oder Personal freizusetzen. Auch wenn damit die Fixkostenstruktur hoch bleibe und bei einem Umsatzrückgang die Marge unter Druck komme.

Für das vergangene Geschäftsjahr habe Manz dem Vernehmen nach die eigenen Vorgaben erreicht. Die Schlussperiode müsse sodann ein Rekordquartal gewesen sein. "Aus heutiger Sicht werden wir das Umsatzziel zwischen 235 und 240 Mio. Euro erreichen", habe Hipp gesagt. Die EBIT-Marge solle sich auf knapp zwölf Prozent belaufen oder der Gewinn vor Steuern und Zinsen bei mindestens 27 Mio. Euro liegen. Netto erwarte man einen Profit von circa 20 Mio. Euro oder ein Ergebnis je Aktie von 4,50 Euro.

Die Schwaben seien in sehr kurzer Zeit mit Vollgas gewachsen. 2009 werde ein Jahr der Konsolidierung und der Vorbereitung auf die nächste Wachstumsstufe. Schließlich seien auch einige Firmen zugekauft worden, die nunmehr in Ruhe integriert werden könnten.

Bilanziell seien infolge der Übernahmen und des starken Wachstums in 2008 die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vorräte explodiert. Abschreibungen auf diese Posten erwarte Hipp nicht. Der operative Cashflow dürfte wegen des erhöhten Bedarfs an Working Capital bestenfalls ausgeglichen ausfallen. Mit Cash sei Manz reichlich ausgestattet. Nach neun Monaten hätten in der Kasse liquide Mittel von rund 85 Mio. Euro bei kurz- und langfristigen Bankschulden von lediglich knapp 20 Mio. Euro geschlummert. Laut Hipp liege die Netto-Cashposition derzeit bei über 50 Mio. Euro.

Die Aktie habe ein schlechtes Jahr 2009 im Wesentlichen eingepreist. Das Papier arbeite an einer Bodenbildung im Bereich um 30 Euro. Auszuschließen sei jedoch nicht, dass Investoren nochmals verschnupft auf ein schwaches Jahr reagieren würden. Zurück auf Los, also ein Rückfall bis zum Emissionspreis erwarte man nicht.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Manz Automation-Aktie auf die Watchlist zu setzen. Kaufkurse im Bereich von 25 bis 27 Euro sollten sich mittelfristig auszahlen. (Ausgabe vom 05.02.2009) (05.02.2009/ac/a/t)

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