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Analysen - DAX 100
16.01.2009
Douglas kaufen
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Christoph Schlienkamp, rät nach wie vor zum Kauf der Douglas-Aktie (ISIN DE0006099005/ WKN 609900).

Douglas habe am Mittwoch die Geschäftszahlen 2007/08 publiziert, die mit einem EBT von 147,1 Mio. EUR die Erwartungen der Analysten von 147,3 Mio. EUR nahezu punktgenau getroffen hätten. Zudem habe die Gruppe gestern im Rahmen einer Analystenkonferenz weitere Hintergrundinformationen gegeben.

Die Zahlen für 2007/08 würden in der GuV im operativen Bereich nach Erachten der Analysten eine stabile Kostenstruktur zeigen. Das Finanzergebnis habe sich durch Erträge aus einem Zinsswap (2,9 Mio. EUR) verbessert. Die Steuerquote habe sich zudem wie erwartet um knapp 3 Prozentpunkte als Folge der Steuerreform verringert. Dem Ertrag aus dem Zinsswap stünden auf der anderen Seite Restrukturierungsaufwendungen für Appelrath & Cüpper in Höhe von 4 Mio. EUR gegenüber, so dass die Aussage gerechtfertigt sei, dass sich die Einmaleffekte im Geschäftsjahr 2007/08 nahezu aufheben würden.

Die vorgelegte Bilanz zeige einen deutlichen Liquiditätsabbau und entsprechend eine Rückführung der langfristigen Verbindlichkeiten. In der Bilanz falle zudem ein hoher Block (199 Mio. EUR) kurzfristiger Finanzschulden auf. In Verbindung mit der Liquidität (50 Mio. EUR) und den langfristigen Verbindlichkeiten (70 Mio. EUR) errechne sich somit eine Nettoverschuldung von 220 Mio. EUR.

Bei der Bilanzstrukturanalyse sei jedoch gedanklich zu beachten, dass Douglas über eine syndizierte Kreditlinie von elf Banken im Umfang von 500 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis September 2012 verfüge. Diese Linie sei somit als langfristig einzustufen. Gleichwohl zeige die Kapitalflussrechnung, dass der Konzern über den Bilanzstichtag 100 Mio. EUR von dieser Kreditlinie in Anspruch genommen habe.

Da diese Inanspruchnahme angabegemäß eine Laufzeit von einem Monat hätte, sei diese Verbindlichkeit buchungstechnisch als kurzfristige Finanzschuld zu bilanzieren. Nach Erachten der Analysten seien damit die kurzfristigen Finanzschulden um 100 Mio. EUR überzeichnet, da sie aufgrund des langfristigen Kreditrahmens auch langfristig zur Verfügung stehen würden.

Angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen habe das Management bewusst eine breite EBT-Guidance für das laufende Geschäftsjahr (2007/08: 147 Mio. EUR) von 100 Mio. EUR bis 150 Mio. EUR gegeben. Gleichzeitig weise die Gruppe jedoch darauf hin, dass beide Endpunkte normalerweise nicht erreicht würden. Eine Konkretisierung der Guidance werde die Gruppe bei der Vorlage der Halbjahreszahlen Anfang Mai vornehmen, da dann das Ostergeschäft vorbei sei und eine höhere Visibilität für das Gesamtjahr bestehe.

Als Faustformel lasse sich jedoch festhalten: Bei einem like-for-like-Wachstum von 1,5% sollte sich das EBT auf dem Vorjahresniveau einpendeln. Ein Rückgang des l-f-l um einen Prozentpunkt verringere das EBT um 10 Mio. EUR bis 15 Mio. EUR. Das heiße: Im 1. Quartal (Q1) (Weihnachtsgeschäft) habe der Konzern ein l-f-l-Umsatz von -0,4% erreicht. Wenn er sich im Gesamtjahr dort einpendle, dann verliere Douglas ein EBT im Bereich von 20 Mio. EUR bis 30 Mio. EUR.

Die Analysten würden unverändert von 129 Mio. EUR ausgehen, da Douglas zumindest im back Offive-Bereich die Möglichkeiten habe, mit Kostenmaßnahmen gegenzusteuern. Durch die Neueröffnungen sollte in der GuV jedoch ein Umsatzwachstum ausgewiesen werden.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bekräftigen ihre positive Einschätzung gegenüber der Douglas-Aktie und halten an ihrer Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 37,00 EUR fest. (Analyse vom 16.01.2009) (16.01.2009/ac/a/d)


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