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Analysen - Nebenwerte
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30.09.1999
Debitel reduzieren
DG Bank
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Rainer Raschdorf, Aktienanalyst bei der DG-Bank, empfiehlt die Aktien des Telekommunikationsunternehmens Debitel (WKN 540800) zu reduzieren.
Swisscom sei ein strategischer Partner, der die europäische Präsenz von Debitel gut ergänze. Die deutsche Company bringe ihre Stärken aus dem Mobilfunk ein, die schweizer Swisscom ihr Know-how moderner Telekommunikationsprodukte und gesicherter Netzzugänge.
Zwar dürfte der Umsatz weiterhin steigen, und der Preiskampf auf dem Telekommunikationsmarkt Ende Herbst seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht haben. Trotzdem bleiben die Gewinnaussichten für Debitel eher verhalten, meint der Aktienanalyst von der DG-Bank. Denn die Margen seien durch die Tarifsenkungen weiter gesunken. Bedenkenwert sei auch die Tatsache, dass der zunehmende Gewinndruck in der Festnetztelefonie mittelfristig nicht mehr durch steigende Gewinnmargen im Mobilfunkbereich kompensiert werden könnten. Die Debitel wolle aber eventuell ihr Engagement im freien Call-by-Call-Geschäft beenden, woraus sich Sonderbelastungen ergeben könnten.
Das Telekommunikationsunternehmen könnte am ehesten durch Volumenwachstum ihr Margenproblem in den Griff bekommen.
Trotz des starken Kursrückgangs der Aktie empfiehlt der Aktienanalyst die Aktien nicht zu kaufen, sondern die allgemeine Schwäche am Neuen Markt auszusitzen. Zudem bleibe abzuwarten, wann der Preisverfall und damit der Margendruck in der Telekommunikationsbranche sein Ende finde.
Erst wenn beim stagnierenden Volumenwachstum eine Trendwende sichtbar sei, könne sich Rainer Raschdorf eine Kaufempfehlung für die Aktie vorstellen.
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