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Analysen - Ausland
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14.01.2009
Intercell unter 20 Euro kaufen
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die Aktie von Intercell (ISIN AT0000612601/ WKN A0D8HW) an schwachen Tagen unter 20 Euro zu kaufen.
Das Biotechunternehmen aus Österreich habe jüngst die Zulassung der Behörden von Australien und Europa für den Impfstoff Japanische Enzephalitis (JE) erhalten. Wie Firmenchef Gerd Zettlmeissl den Experten im Hintergrundgespräch mitteile, erwarte er Anfang des Jahres 2009 die Zulassung von der amerikanischen FDA für den Impfstoff. Würden die Wiener grünes Licht aus den Staaten erhalten, erhalte Intercell eine Meilensteinzahlung vom Partner Novartis. Die Markteinführung erfolge im Anschluss. Erfolge dies in den einzelnen Ländern Europas, würden erneut mehrere Millionen Euro durch den Schweizer Pharmakonzern fließen.
"Wir rechnen mit ersten Umsätzen ab 2009 und erwarten mittelfristig über Vertriebspartner ein jährliches Umsatzpotenzial von bis zu 250 Millionen Euro. Von diesem Betrag erhalten wir unseren prozentualen Anteil", sage Zettlmeissl. Den Impfstoff würden die Wiener zusätzlich direkt an die US-Armee liefern. Dieser Vertrag werde unterschrieben, sobald die FDA die Zulassung erteile. "Aus dieser Kooperation erwarten wir ab 2009 einen Umsatz von circa 10 bis 20 Millionen Euro und mittelfristig von bis zu 30 Millionen Euro", sage der Firmenchef.
Neben der Markteinführung sei ein weiteres Highlight in 2009 der Start der klinischen Phase III des Impfpflasters gegen Reisedurchfallkrankheit. Der Impfstoff stamme aus der Pipeline der zugekauften Iomai und sei bisher nicht an einen Partner abgetreten. Die Zulassungseinreichung könnte im Jahr 2011 oder spätestens Anfang 2012 erfolgen. "Mit der Verpartnerung dieses Impfstoffes haben wir keine Eile. Wir überlegen uns, ob wir für dieses Produkt mittelfristig einen eigenen Vertrieb in einzelnen Territorien aufbauen und selbst vertreiben", erkläre der CEO.
Für diverse andere Länder wolle Intercell einen Partner mit ins Boot nehmen. "Interessenten haben sich bei uns schon gemeldet". Wichtige Phase II Daten sollten im Laufe des Jahres 2009 auch beim Impfstoff Staphylococcus aureus verkündet werden. Partner dieser Substanz im Bereich Hospitalinfektionen sei die amerikanische Merck & Co. "Bei positiven Daten erhalten wir weitere Meilensteinzahlungen."
Der Firmenlenker bekräftige das Jahr 2008 mit einem positiven Ergebnis abzuschließen. "Wir werden einen Gewinn ausweisen", sage Zettlmeissl. Die Forschungs- und Entwicklungskosten würden sich in 2008 auf circa 50 Millionen Euro belaufen. In 2009 werde Intercell diese Ausgaben weiter steigern. "Aus heutiger Sicht werden wir deutlich mehr als 50 Millionen Euro investieren".
Dennoch betone der CEO weiterhin profitabel zu bleiben. Es sei aber in den nächsten zwei bis drei Jahren nicht das Ziel, die Profite zu maximieren. "Wir wollen unsere Pipeline voranbringen und Innovationen entwickeln, die uns später verhelfen hohe Cashflows zu generieren." Die solide gefüllte Kasse von circa 200 Millionen Euro ist zudem ein gutes Polster für Investitionen oder auch weitere Zukäufe von Substanzen oder komplette Übernahmen.
Intercell sei mit einem Börsenwert von rund einer Milliarde Euro trotz Krise an den Finanzmärkten kein Schnäppchen. Allerdings führe die Markteinführung von JE zu gut planbaren Cashflows und die breite Pipeline an Impfstoffen habe natürlich einen hohen Wert, sofern diese erfolgreich am Markt eingeführt würden.
An schwachen Tagen, unter 20 Euro, war es bisher kein Fehler, die Aktie von Intercell einzusammeln, so die Experten von "TradeCentre.de". (Analyse vom 14.01.2009) (14.01.2009/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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