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Analysen - Neuer Markt
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05.03.2002
DEAG "hold"
neue märkte
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Experten des Börsenbriefes "neue märkte" stufen die Aktie der DEAG Deutsche Entertainment AG (WKN 551390) mit "hold" ein.
Die Verzerrung um die Konsolidierungspraxis des Geschäftsberichtes 2001 habe die Aktie unter Druck gebracht und den Stoppkurs der Experten von 8,7 Euro unterschritten.
Am 26.2.2002 habe die DEAG Deutsche Entertainment AG die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2001 bekannt gegeben. Die Mediengesellschaft habe den Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 12% von 258 auf 289 Mio. Euro gesteigert, womit die Schätzung der Aktienexperten von 350 Mio. Euro eigentlich bei weitem verfehlt worden sei.
DEAG-Vorstand und Gründer Peter Schwenkow sehe jedoch die Umsatzseite aus mehreren Gründen als nicht verfehlt an. Zu berücksichtigen sei nämlich, dass die DEAG bei den erworbenen Tourneen von der Mama Concerts GmbH von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht habe, nur das wirtschaftliche Ergebnis zu übernehmen, nicht jedoch die Umsätze von rund 30 Mio. Euro.
Ebenfalls nicht konsolidiert worden sei der nicht zum Kernbereich gehörende Umsatz in Höhe von 7 Mio. Euro der STELLA Musical Reisen; weitere 6 bis 7 Mio. Euro wegen konzerninterner Verrechnungen. Unter den Erwartungen seien jedenfalls die Umsätze aus dem Musical-Geschäft gewesen, so dass die Experten des Börsenbriefes bezogen auf ihre Prognose unter dem Strich eine Umsatzverfehlung von 11 Mio. Euro oder "verschmerzbaren" 3% vorliegen hätten.
Steuerliche Entlastungen hätten zu einer Gewinnsteigerung von 223% auf 8,4 Mio. Euro geführt. Erhöhte Abschreibungen bei STELLA hätten jedoch zu einem EBIT-Anstieg von "nur" 62% auf 9,4 Mio. Euro geführt. Auf der Ertragsseite könne man zusammenfassen, dass die Sonderabschreibungen durch die Steuervergünstigungen in etwa kompensiert und die Gewinnerwartungen mehr als erfüllt worden seien.
Für das laufende Geschäftsjahr sei die DEAG angesichts der aktuellen Entwicklung optimistisch, den Jahresüberschuss erneut deutlich steigern zu können.
DEAG sei aufgrund der breiten Produktpalette, der hohen Wertschöpfungskette und einem Erfahrungshorizont von mehr als 20 Jahren nach wie vor erste Wahl im Live-Entertainment-Segment. Das vom Unternehmen wenig professionell kommunizierte und verwirrende Konsolidierungsereignis habe jedoch die Anleger verunsichert und die Aktie in eine charttechnisch kritische Zone gebracht. Sollte der Kurs deutlich unter 7,6 Euro fallen, würden die Wertpapierexperten empfehlen die Aktie kompromisslos zu verkaufen.
Somit lautet das Rating der Experten von "neue märkte" für die DEAG-Aktie derzeit "hold".
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