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Analysen - TecDAX
17.12.2008
Software AG nicht verkaufen
ExtraChancen

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Hagen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "ExtraChancen" sehen keinen Grund, die Aktie der Software AG (ISIN DE0003304002/ WKN 330400) zu verkaufen.

Seit Monaten werde bei der Software AG schon über eine Gewinnwarnung spekuliert, stattdessen habe die Darmstädter Softwareschmiede im Oktober sogar ihre Prognose angehoben - im Gegensatz zu Branchenprimus SAP, der seine Jahresziele einkassiert und die anderen Titel der Branche mit in den Keller gerissen habe. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Streibich erwarte bei seinem Unternehmen auch mittelfristig weiteres Wachstum.

Die Software AG, die die Experten am 14. April als "Aktie des Tages" (Empf.-Kurs 48,02 Euro) vorgestellt hätten, habe im Tief Anfang Oktober bei 27,50 Euro notiert - so niedrig wie seit über drei Jahren nicht mehr. Doch inzwischen habe sich der TecDAX-Titel aber wieder deutlich erholt.

Ein Interview von Vorstand Streibich in der "Frankfurter Rundschau" habe das TecDAX-Unternehmen, die deutsche Nummer zwei der Software-Branche, wieder in den Fokus des Marktes gerückt.

Die Software AG strebe mittelfristig ein Wachstum von 4 bis 8% an - trotz der Finanzkrise. Oder vielmehr auch wegen der Finanzkrise, die biete nämlich auch Wachstumschancen. Firmenkäufe könnten möglicherweise günstiger werden, zudem steige der Bedarf an Prozess optimierenden Softwareanwendungen. "Grundsätzlich gehen wir davon aus, die Zielsetzung bis 2011 zu erfüllen", werde Streibich zitiert. In drei Jahren solle sich der Umsatz auf 1 Mrd. Euro belaufen. Der Abbau von Arbeitsplätzen (weltweit 3.800, davon gut 700 in Darmstadt) sei bei der Software AG kein Thema - ganz im Gegenteil: Die Beschäftigtenzahl werde wohl steigen. "Wenn wir wachsen wollen, muss das so sein."

Das bedeute auch: Es würden Marktanteile hinzu gewonnen. "In Europa wollen wir uns in den nächsten fünf Jahren von Platz vier auf drei verbessern. Weltweit wollen wir unter die ersten 20 kommen", formuliere Streibich die Ziele.

Die Aussichten sollten auch der Aktie weiter Rückenwind verleihen. Charttechniker würden kurzfristig noch Potenzial bis 43,70 Euro sehen.

Da die Experten von "ExtraChancen" allerdings auch mittel- bis langfristig eine positive Entwicklung erwarten, sehen sie keinen Grund, die Software AG-Aktie zu verkaufen. Für einen Neueinstieg sollten Kursrücksetzer abgewartet werden - im Idealfall bis in den Bereich der nächsten Unterstützungszone zwischen 35 und 36 Euro. (Analyse vom 16.12.2008) (17.12.2008/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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