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Analysen - Nebenwerte
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11.12.2008
ARQUES Industries halten
SES Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Jochen Reichert, empfiehlt weiterhin, die Aktien von ARQUES Industries (ISIN DE0005156004/ WKN 515600) zu halten.
Bereits seit einigen Monaten verkünde der CEO von Aurelius, ARQUES übernehmen zu wollen. Zwischenzeitlich habe Aurelius rund 5% an ARQUES erworben. In einem gestern veröffentlichten Bericht im Handelsblatt würden Unternehmenskreise zitiert, dass für ein Zusammengehen beider Unternehmen eine Lösung gefunden werden dürfte. Falls es tatsächlich zu einem Zusammengehen kommen sollte, sei der wahrscheinlichste Durchführungsweg eine Verschmelzung. Auf Basis von Wertgutachten beider Gesellschaften dürfte nach Ansicht der Analysten ein Wertverhältnis festgelegt werden, auf dessen Basis Aurelius auf ARQUES verschmolzen werde. Aurelius-Aktionäre würden gemäß dem Wertverhältnis ARQUES-Aktien erhalten. Die hohe Wahrscheinlichkeit für eine Verschmelzung sei damit begründet, dass es für Aurelius derzeit kaum möglich sein dürfte, eine Übernahme von ARQUES finanzieren zu können.
Die mögliche geplante Fusion könnte nach Ansicht der Analysten damit begründet werden, dass eine große europäische Beteiligungsgesellschaft für Übernahmen von Unternehmen in Umbruch- und Sondersituationen geschaffen werde. Kostensynergien dürften nach Meinung der Analysten außer auf der Ebene der Holding aus dem Zusammenschluss kaum resultieren. Mit dem Erwerb von rund 80% an Gigaset von Siemens habe ARQUES bereits heute gezeigt, dass das Unternehmen eine kritische Größe und die notwendige Reputation habe, um bei Konzernabspaltungen zum Zug zu kommen. Daher sei die entscheidende Frage, welche Vorteile ARQUES-Aktionäre aus einem Zusammengehen mit Aurelius hätten, wenn Synergien nur von untergeordneter Bedeutung seien?
Von einigen Marktteilnehmern werde erwartet, dass ARQUES derzeit einem hohen Insolvenzrisiko ausgesetzt sei. Mit einem Zusammengehen mit Aurelius könnte nach Meinung der Analysten solchen Spekulationen entgegen getreten werden. Aurelius würde nach Angaben der Analysten eine Verschmelzung nach einer Due Dilligence nicht anstreben, wenn von einer hohen Insolvenzwahrscheinlichkeit ausgegangen würde. Darüber hinaus werde das derzeitige ARQUES-Management von Marktteilnehmern kritisch betrachtet. Eine Verschmelzung würde nach Angaben der Analysten die Managementbasis erweitern und möglicherweise positiv aufgenommen werden.
Jedoch bleibe hier festzuhalten, dass das derzeitige ARQUES-Management bei viel berechtigter Kritik die Altlasten der Vorgänger zu bewältigen habe (insbesondere Actebis). Die Schaffung einer größeren Einheit sei zumindest kein Argument, um Deals mit größerem Volumen abwickeln zu können. ARQUES habe bereits die kritische Größe erreicht, um große Konzernabspaltungen managen zu können. Zudem könnten ARQUES-Aktionäre die Sichtweise von Aurelius übernehmen und ARQUES als ein Unternehmen betrachten, das sich in einer Umbruchsituation befinde: Ein Portfolio, das derzeit drastisch unterbewertet sei. Schließlich erscheine die Schaffung einer größeren Einheit, um sich einen größeren Investorenkreis zu erschließen, durchaus sinnvoll.
Ein Zusammengehen mit Aurelius auf Basis der oben aufgeführten Argumente wäre nach Ansicht der Analysten durchaus positiv zu bewerten. Für ARQUES-Aktionäre bzw. für die ARQUES-Aktie bleibe jedoch ein mögliches Wertverhältnis von entscheidender Bedeutung für die Beurteilung eines möglichen Deals.
Vor dem Hintergrund der hohen Unsicherheiten bezüglich der Refinanzierungsthematik, der derzeit gestiegenen Intransparenz sowie der Unsicherheit über ein mögliches Wertverhältnis empfehlen die Analysten von SES Research weiterhin, die Aktie von ARQUES Industries zu halten. Das Kursziel werde bei 3,40 Euro gesehen. (Analyse vom 11.12.2008) (11.12.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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