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News - DAX 100
08.12.2008
Presse: Premiere - Großaktionär Murdoch will Pflichtangebot vermeiden
aktiencheck.de

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Unterföhring (aktiencheck.de AG) - Der Konzernchef des Medienkonzerns News Corp. (ISIN US65248E1047/ WKN A0DLJU), Rupert Murdoch, will einem Pressebericht zufolge keine Mehrheitsübernahme des Bezahlfernsehsenders Premiere AG (ISIN DE000PREM111/ WKN PREM11).

Wie das Nachrichtenmagazin "DERSPIEGEL" unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, will sich Rupert Murdoch von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) von der Unterbreitung eines Pflichtangebots bei der Überschreitung der schwelle von 30 Prozent befreien lassen. "Es wäre fahrlässig, diese Option nicht zu beachten", werden in diesem Zusammenhang Insider zitiert. Laut Gesetz kann die BaFin eine Ausnahme gestatten, wenn das Unternehmen ein Sanierungsfall ist, also "bestandsgefährdende Risiken" existieren und der Bieter sich wegen des Pflichtangebots nicht an der Sanierung beteiligen würde.

Im kommenden Jahr erwäge Murdoch laut dem Bericht auf Druck der Banken, eine Kapitalerhöhung in gut dreistelliger Millionenhöhe bei dem im MDAX notierten Konzern mitzufinanzieren. Dabei stiege der Premiere-Anteil des Medienkonzerns News Corp. von derzeit 25,01 Prozent auf mehr als 30 Prozent, was normalerweise die Unterbreitung eines Pflichtangebots für die übrigen Aktionäre nach sich ziehen würde.

Die Aktie von Premiere verliert aktuell 6,97 Prozent auf 4,14 Euro. (08.12.2008/ac/n/d)


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