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Analysen - Nebenwerte
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08.12.2008
ADVA nicht zu teuer
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Gemäß den Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von ADVA (ISIN DE0005103006/ WKN 510300) nicht zu teuer.
Die Zahlen des Netzwerkspezialisten für das dritte Quartal seien in der Summe vernünftig ausgefallen und hätten innerhalb der eigenen Planung gelegen. Der Umsatz habe 54,1 Millionen Euro erreicht und das Proforma Betriebsergebnis habe bei 1,3 Millionen Euro gelegen. Das berichtete EBIT sei ausgeglichen ausgefallen. Unterm Strich habe ein Nettogewinn von knapp 400.000 Euro verzeichnet werden können. Sehr erfreulich: Der operative Cashflow habe in Q3 bei satten 9,2 Millionen Euro und nach neun Monaten bei mehr als 15 Millionen Euro gelegen. Vorstandschef Brian Protiva rechne im Gesamtjahr mit einem operativen Cashflow von über 15 Millionen Euro. Das sage der CEO im Gespräch mit TradeCentre. Abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit stelle Protiva auch einen positiven Free Cashflow in Aussicht.
Für das Schlussquartal erwarte ADVA Einnahmen zwischen 50 und 55 Millionen Euro und ein Proforma Betriebsergebnis zwischen minus drei und plus zwei Prozent vom Umsatz. "Damit wird es uns möglich sein, vor Restrukturierungs-Aufwendungen auf Proforma-Basis das EBIT des Vorjahres von mehr als 1,8 Millionen Euro zu übertreffen", sage Protiva. Nach neun Monaten habe der Umsatz bei rund 160 Millionen Euro und das Proforma Betriebsergebnis bei minus 787.000 Euro gelegen. Netto müsse ADVA den Jahresbericht allerdings in roter Tinte verfassen.
Insgesamt zeige sich der Firmenchef für die Entwicklung des Unternehmens vorsichtig optimistisch. "Wir haben unsere Strukturen bereits angepasst und könnten das Schlimmste schon hinter uns haben", sage Protiva. Dem Vernehmen nach sei die Nachfrage seitens der Netzbetreiber gesund. Telekommunikationsunternehmen würden unverändert in ihr Netzwerk investieren und seien von einer Rezession längst nicht so stark betroffen wie andere Branchen. Zudem würden Telkounternehmen im Regelfall auch über gesunde Bilanzen verfügen, um weiter zu investieren. "Uns gelingt es weiterhin neue Kunden aus diesem Sektor zu gewinnen. Das hilft uns den Umsatz zu stabilisieren und eventuell auch zu steigern", erkläre der Firmenchef und Mitgründer von ADVA. Einzig das Geschäft mit Firmenkunden verlaufe etwas schleppend. Hier könnten die Investitionen weiter zurückhaltend ausfallen.
Regional erwarte Protiva ein stabiles Geschäft in den USA. In europäischen Gefilden habe der Abwärtstrend wieder gedreht werden können. Dieser Trend könnte sich fortsetzen. Allerdings sei der Wettbewerb durch die chinesische Huawei unverändert massiv. Die Chinesen würden mit der Brechstange auf die Firmen zugehen und die Preise drücken. Allerdings würden sich Netzwerkbetreiber nie auf nur einen Lieferanten festlegen. Das sei gewesen und sei eine Chance für ADVA. Huawei sei daher eher für die größeren Netzwerkspezialisten ein Problem als für die Münchener.
Im kommenden Jahr würden die Analysten davon ausgehen, dass ADVA in jedem Quartal zumindest einen Umsatz in der Range zwischen 50 und 55 Millionen erziele und mehr verdiene als in 2008. Aus heutiger Sicht sähen sie dies als eine erste vorsichtige Einschätzung für den Verlauf in 2009. Protiva habe dies nicht kommentieren wollen, sei aber optimistisch, dass sich die Bruttomarge im kommenden Jahr weiter verbessere. "Gut geführte Unternehmen in unserer Branche arbeiten mit Bruttomargen von 48 bis 52 Prozent. In dieser Region haben wir uns schon bewegt und dort wollen wir auch wieder hin".
Mit einem Börsenwert von rund 40 Millionen Euro sei ADVA sicher nicht mehr teuer. Die Fantasie einer Übernahme hingegen habe aufgrund der Finanzkrise eher abgenommen. Laut Protiva gebe es nach wie vor Interessenten. Zu Kursen um einen Euro dürfte der Großaktionär, zu dem auch Protiva zähle, nicht verkaufswillig ein. Zu den viel höheren Preiserwartungen dürfte das Unternehmen hingegen keinen Käufer finden.
Laut den Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von ADVA nicht zu teuer. (Analyse vom 05.12.2008) (08.12.2008/ac/a/nw) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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