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Analysen - Nebenwerte
04.12.2008
Evotec unter der Lupe
ExtraChancen

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Hagen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "ExtraChancen" nehmen die Evotec-Aktie (ISIN DE0005664809/ WKN 566480) unter die Lupe.

Obwohl die positiven Nachrichten nicht abreißen würden, sei die Aktie von Evotec deutlich unter die 1-Euro-Marke abgerutscht. Mittlerweile seien die Prognosen für das laufende Jahr angehoben und nun die Weichen für die Zukunft gestellt worden - mittels einer Forschungskooperation mit dem Schweizer Pharmakonzern Novartis.

Die Aktie des Biotechunternehmens, die die Experten in diesem Jahr bei Kursen um 1,10 Euro als "Top-Investment der Woche" vorgestellt hätten, habe sich gegenüber ihrem 52-Wochen-Hoch inzwischen mehr als gedrittelt. Man sehe allerdings gute Aussichten, dass mittelfristig das Einstiegsniveau der Experten wieder erreicht werde - mindestens.

Bereits im November habe Jörn Aldag, Vorstandschef von Evotec, nach einem starken dritten Quartal seine Prognose für das laufende Jahr angehoben. Wegen höher als erwartet ausgefallener Meilensteinzahlungen des Pharmapartners Boehringer Ingelheim würden die Hamburger einen Umsatz von 38 Mio. bis 40 Mio. Euro statt zuvor 34 Mio. bis 36 Mio. Euro erwarten. Ohne Berücksichtigung von Wertberichtigungen habe Evotec auch eine Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber 2007 in Aussicht gestellt. Bis dahin sei ein operativer Verlust auf Vorjahresbasis erwartet worden.

Die heute veröffentlichte Kooperation mit Novartis solle in den kommenden drei Jahren zur Identifizierung und Entwicklung von neuen Therapeutika auf der Grundlage niedermolekularer Substanzen genutzt werden.

Das Projekt basiere auf einem von Novartis bestimmten Zielmolekül und sehe vor, dass Evotec die Phase der präklinischen Entwicklung vorantreibe. Novartis werde im Anschluss die Verantwortung für alle klinischen Aktivitäten wie auch für die Herstellung und die spätere Vermarktung der Wirkstoffe innehätten.

"Wir sind sehr stolz darauf. Diese Entscheidung von Novartis ist eine weitere Anerkennung unseres Erfolgs darin, Wirkstoffe in die klinische Entwicklung voranzubringen", erkläre Aldag.

Evotec erhalte eine Vorabzahlung und Forschungszahlungen sowie Meilensteinzahlungen für das Erreichen präklinischer und klinischer Fortschritte. Diese könnten insgesamt einen Betrag von 28 Mio. USD überschreiten. Zudem werde Novartis Evotec Beteiligungen an den Umsätzen aller vermarkteten Produkte - so genannte Royalties - zahlen, die aus dieser Kooperation hervorgehen würden.

Die Experten von "ExtraChancen" nehmen die Evotec-Aktie unter die Lupe. (Analyse vom 03.12.2008) (04.12.2008/ac/a/nw)



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