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Analysen - TecDAX
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02.12.2008
Phoenix Solar auf die Watchlist setzen
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die Aktie von Phoenix Solar (ISIN DE000A0BVU93/ WKN A0BVU9) ganz oben auf die Watchlist zu setzen.
Andreas Hänel, Vorstandschef der Phoenix Solar, sehe sein Unternehmen in den nächsten Jahren auf Wachstum programmiert. Als Hänel im Jahr 2006 für das Jahr 2010 einen Umsatz von 500 Millionen Euro in Aussicht gestellt habe, sei das Unternehmen noch belächelt worden. "Inzwischen ist diese Prognose zu konservativ. Wir werden diese Marke sicher übertreffen", so Hänel im Gespräch mit TradeCentre.de. Der CEO sehe kein Ende des Booms im Solarsektor. Seine Vision: "In drei bis fünf Jahren erachten wir ein Umsatzniveau von einer Milliarde Euro für realistisch", sage der Firmenchef. Die EBIT-Marge sollte dabei mindestens sechs Prozent betragen.
In diesem Jahr werde das Unternehmen dieses Margenniveau deutlich übertreffen. Sie dürfte bei über acht Prozent liegen. "2008 ist für uns ein ausgezeichnetes Jahr". Hänel habe die Prognose bereits mehrfach angehoben und rechne nunmehr mit einem Umsatz von 380 Millionen Euro und einem EBIT von rund 33 Millionen Euro. Unterm Strich sollten mehr als 23 Millionen Euro in der Kasse klingeln oder über 3,40 Euro je Aktie. Der Vorstand werde für 2008 erneut eine Dividendenzahlung vorschlagen. Der operative Cashflow, der nach neun Monaten negativ gewesen sei, solle laut dem Vorstandschef in etwa ausgeglichen oder leicht positiv ausfallen. "Das ist unser Ziel, hängt aber an diversen Parametern".
Für das kommende Jahr wollte Hänel noch keine konkrete Prognose preisgeben, da die Planung noch nicht abgeschlossen sei. Er rechne in jedem Fall mit weiterem Wachstum. Die in 2008 erzielte EBIT-Marge werde aber in 2009 nicht mehr machbar sein. Profitieren werde das Unternehmen vom Überangebot und Preisverfall der Solarmodule. "Das spielt uns in die Hände und hilft einen Margenrückgang aufzufangen". Für Deutschland sehe Hänel im gesamten Jahr ein Plus. Märkte wie Italien, Griechenland, Osteuropa, Asien und auch Australien sollten dazu beitragen, den explodierenden spanischen Markt in 2008 zumindest teilweise zu kompensieren. "Das Volumen in Spanien wird deutlich kleiner. Dennoch laufen Verhandlungen über Projekte im kommenden Jahr in Spanien", erkläre der CEO. Sehr viel versprechend sei der US-Markt in der Zukunft. "Wir prüfen dort den Einstieg". Details habe Hänel bezüglich Expansion in die Staaten nicht genannt.
Phoenix Solar sei bis weit ins Jahr 2009 durchfinanziert. Das Unternehmen habe nahezu keine Bankschulden und könnte das weitere Wachstum zunächst über Kredite stemmen. Noch nicht absehbar sei jedoch, wie sich die Finanzkrise auf Kundenprojekte auswirken werde. Großkraftwerke könnten sich beispielsweise verzögern, da die Banken zu restriktiv sein könnten. Das Risiko für das Unternehmen liege sodann eher auf der Refinanzierung von Projekten seitens der Kunden. Ein weiteres Wachstum in 2009 erscheine aber dennoch möglich - zumindest beim Umsatz.
An der Börse sei der ehemalige Highfligher deutlich unter die Räder gekommen. Der Börsenwert habe in der Spitze bei 350 Millionen Euro gelegen. Aktuell: 148 Millionen Euro! Das KGV für das kommende Jahr liege schätzungsweise zwischen sieben und neun. Angesichts der Markstellung und Zukunftschancen sicherlich ein Schnäppchen.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Aktie von Phoenix Solar ganz oben auf die Watchlist zu setzen. Sobald sich der Markt insgesamt etwas beruhigt habe, sei die Aktie des Projektentwicklers in der Solarbranche wieder kaufenswert. (Analyse vom 02.12.2008) (02.12.2008/ac/a/t)
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