Logo
Analysen - Nebenwerte
28.02.2002
Stratec Biomedical aggressiv kaufen
Aktienservice Research

www.optionsscheinecheck.de

Die Analysten von "Aktienservice Research" empfehlen derzeit die Aktien von Stratec Biomedical Systems (WKN 728900) zum Kauf.

Der SDAX-Aufsteiger Stratec habe hervorragende vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2001 präsentiert. So sei der Umsatz von 11,086 Millionen Euro um 149,0 Prozent auf 27,616 Millionen Euro gestiegen. Der Jahresüberschuss sei um 686,0 Prozent auf 1,243 Millionen Euro oder 0,41 Euro je Aktie geklettert. Im Vorjahr sei ein Gewinn von 158.000 Euro oder 0,05 Euro je Anteilschein gemeldet worden. Das EBIT habe sich von 600.000 Euro im Vorjahr um 271,0 Prozent auf 2,227 Millionen Euro verbessert. Das EBITDA habe sich um 113,0 Prozent auf 3,075 Millionen Euro erhöht, nach 1,441 Millionen Euro in 2000.

Diese Zahlen würden weit oberhalb jeglicher Schätzungen liegen. So sei für das Gesamtjahr 2001 ein Umsatz von 16 Millionen Euro erwartet worden, mit 27 Millionen Euro sei die Zielgröße maßgeblich übertroffen worden. Bereits im 1. Halbjahr 2001 habe Stratec bei Umsatz und Ergebnis die Werte des gesamten Vorjahres 2000 übertroffen. Die Profitabilität sei in 2001 nachhaltig erreicht worden und weise weiteres Steigerungspotenzial auf. Auch in fundamentaler Hinsicht adressiere Stratec mit seinen angestammten Geschäftsfeldern einen prosperierenden Markt.

Stratec projektiere, entwickele und produziere vollautomatische Systeme für die klinische Diagnostik und Biotechnologie. Vertriebspartner würden die Systeme weltweit als Systemlösungen gemeinsam mit ihren Reagenzien an Labors und Forschungseinrichtungen vermarkten. Das Unternehmen entwickele seine Produkte mit eigenen patentgeschützten Technologien. Stratec habe derzeit mehrere Großprojekte in Entwicklung, die in den kommenden Perioden in die Phase der klinischen Erprobung und Markteinführung gelangen würden.

Der Diagnostika-Gerätemarkt als Hauptabsatzmarkt von Stratec habe ein Volumen von circa 4 Milliarden US-Dollar. Das Potenzial für OEM-Anbieter in diesem Markt liege bei circa 2,5 Milliarden US-Dollar. Zusätzliche Perspektiven für die Geräteentwicklungen von Stratec würden sich in dem weiterhin schnell wachsenden Markt der Analysengeräte für die biotechnologische Forschung ergeben.

Durch das fortschreitende Zusammenwachsen von Diagnostika und Pharmaforschung gewinne Stratec zunehmend Profil im Biotech-Markt. Die Fokussierung des Unternehmens auf die großen OEM-Partner erfahre durch die Konsolidierungsprozesse der Diagnostika-Hersteller anhaltenden Auftrieb: Durch die weltweiten Konzentrationsprozesse in der Diagnostika-Industrie würden "Global Player" häufig auf breit angelegte Eigenentwicklung verzichten, um durch externe Vergabe von Entwicklungsaufträgen die Gesamtkosten der eigenen Organisation gering zu halten (Outsourcing). Von dieser Entwicklung profitiere Stratec nachhaltig.

Das Geschäftsmodell - Fokus auf Eigenproduktentwicklung und kostensparenden Fremdvertrieb - halte "Aktienservice Research" in Anbetracht der nachhaltigen Outsourcingtendenz bei Pharmazeutik- und Diagnostik-Unternehmen für strategisch richtig und aussichtsreich.

"Aktienservice Research" halte die Stratec-Aktie derzeit für signifikant unterbewertet. In 2002e erwarte "Aktienservice Research" unter Anlegung sehr konservativer Maßstäbe eine Gewinnverdoppelung auf 0,80 Euro Gewinn je Aktie. Für 2003e erscheine aus heutiger Sicht ein Gewinn je Aktie von 1,29 Euro realisierbar. Somit sei der Titel im PeerGroup-Vergleich mit einem 02e(03e)-KGV von knapp 9 (5) signifikant unterbewertet. Auch das 03e-KUV von 0,5 und das PEG-Ratio von unter 0,1 impliziere erhebliches Kurspotenzial.

Das Rating der Analysten von "Aktienservice Research" für Stratec lautet auf "aggressiv kaufen". Mit Sicht auf zwölf Monate werde das Kursziel bei 11 Euro gesehen. Der Stoppkurs sollte bei 6,40 Euro platziert werden.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de