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Analysen - Ausland
28.02.2002
Serco Group kaufen
Commerzbank

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Die Analysten von der Commerzbank stufen die Aktien der Serco Group Plc. (WKN 899328) von "akkumulieren" auf "kaufen" hoch. Das Kursziel bestätige man bei 450 Pence.

Die Stimmung gegenüber der Aktie sei durch dem Enron-Skandal erheblich getrübt worden, da die Anleger nun die Buchhaltungstandards für Private Finance Initiativen (über bilanzunwirksame Zweckgesellschaften) in Frage stellen würden. Der Aktienkurs sei seit Anfang des Jahres um rund 15% gefallen. Nach Meinung der Commerzbank-Experten sei die Reaktion übertrieben gewesen, wenngleich es schwierig sei, die Skepsis einfach von der Hand zu weisen. Man weise jedoch darauf hin, dass das Unternehmen für jede der Zweckgesellschaften über zahlreiche Buchprüfer verfüge (unabhängig vom Konzern-Buchprüfer Deloitte & Touche), was das wahrgenommene Risiko abschwächen solle.

Die Nachrichtenlage scheine sich zu verbessern. Das Konsortium Paradigm Secure Communications (geführt von Astrium unter Beteiligung von Serco, BAE SYSTEMS, Cable & Wireless, Logica, Motorola, Nortel und TRW) sei als bevorzugter Bieter für den Skynet5 Kommunikationssatelliten vorgestellt worden. Das dieses Sommer beginnende 15-Jahres-Projekt rund 5 Mio. bis 20 Mio. Britische Pfund zu den Jahreserträgen von Serco beitragen solle und die Prognosen bestätige. Serco werde keine Aktiva in Private Finance Initiatives investieren oder Investitionsausgaben tätigen.

Der Vertrag baue auf bestehenden Dienstleistungen für die European Space Agency auf und beinhalte die Entwicklung eines globalen Satelliten-Netzes und zugehöriger terrestrischer Einrichtungen. Serco sei in die Wartung involviert, die angebotenen Dienstleistungen umfassten Networking, Training, Angebots-Management und Asset Facilities Management (FM) während der gesamten Laufzeit. Zusätzliche Kapazitäten würden unter Umsätnden an den Privatsektor weiterverkauft, was weitere direkte und indirekte Wachstumsmöglichkeiten bieten könne.

Darüber hinaus könne das geschlossene Abkommen zwischen British Energy und BNFL zur Untersuchung britischer Austausch-Atomstrom-Generatoren (im Zuge der Energiepolitik der Regierung) auf eine größere Aktivität auf dem Atomenergiemarkt hinweisen – was die Stimmung weiter verbessern würde. Dies könne zum Zeitpunkt der Akquisition des Beratungsbereichs von AEA (nun unter dem Namen Serco Assurance) die Stimmung weiter fördern. Es deute jedenfalls auf ein günstiges Umfeld zur Integration des neuen Geschäfts hin.

Noch interessanter sei, dass es den Beginn einer PPP (Public Private Partnership) mit British Nuclear Fuels darstellt (Projekt über ca. 1 Mrd. Britische Pfund) – ein Prozess, der voraussichtlich 2004/5 stattfinden werde. In dem Maße wie die Untersuchungen fortschreiten würden, könne dieser Prozess auch den Atom-Bereich von Serco einschließen. Der Jahresabschluss werde am Dienstag, den 5. März, vorgelegt.

Bei der Commerzbank wird der Serco Group-Aktie ein "kaufen"-Rating verliehen.



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