|
Analysen - Nebenwerte
|
25.11.2008
alstria office-REIT halten
Bankhaus Lampe
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Frank Neumann, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von alstria office-REIT (ISIN DE000A0LD2U1/ WKN A0LD2U) weiterhin mit "halten" ein.
Am 19. November habe die alstria office-REIT die Zahlen für die ersten neun Monate bekannt gegeben. Diese seien wie folgt ausgefallen: Umsatz: 75,8 Mio. EUR (Vj.: 60,8 Mio. EUR); Periodenüberschuss: -5,6 Mio. EUR (Vj.: 55,5 Mio. EUR); FFO (Fund from operations): 29,9 Mio. EUR (Vj.: 22,1 Mio. EUR); NAV: 14,81 EUR (Vj.: 15,55 EUR). Der Periodenverlust von alstria office-REIT sei, wie zum Halbjahr, durch Bewertungsverluste von Immobilien in Höhe von 29,8 Mio. EUR entstanden.
Im eigentlichen operativen Geschäft sei alstria office-REIT weiterhin erfolgreich. So seien im Oktober, und damit im 4. Quartal, weitere Büroflächen (12.000 m²) für 20 Jahre vermietet worden. Mit diesem Mietvertrag sinke die Leerstandsquote der Gesellschaft auf 6,5% (vormals 7,7%). Damit seien in diesem Jahr mehr als 27.000 m² leer stehende Fläche vermietet worden.
Im Oktober habe das Unternehmen finanzierungsseitig weitere Kreditlinien über 95 Mio. EUR abschließen können. Zusammen mit den Erlösen aus Immobilienverkäufen sei ein Konsortialkredit, der nahe der vertraglich festgesetzten Verschuldungsgrenze gelegen habe, in Teilen zurückgezahlt worden. Mit der neuen Finanzierung könnte das Portfolio um weitere 70 Mio. EUR bzw. 3,7% des Wertes abgeschrieben werden, bevor die oben genannte Verschuldungsgrenze erreicht werde.
Nach Ansicht der Analysten seien im Immobilienportfolio aktuell Abwertungsrisiken gegeben. Die größte Problematik in diesem Zusammenhang sei das Erreichen der vertraglich festgesetzten Verschuldungsgrenze. Wenn diese erreicht werde, würde sich die Finanzierung verteuern und im schlimmsten Fall die Linien fällig gestellt werden.
Im Ausblick habe das Unternehmen seine Guidance unterstrichen. Die Umsätze sollten weiterhin 101 Mio. EUR und der FFO 40 Mio. EUR betragen. Sollten weitere Wertberichtigungen im Portfolio erfolgen, werde dadurch das Eigenkapital geschwächt. Um dem entgegenzuwirken, würden die Dividendenzahlungen laut Unternehmung auf dem Wert des Vorjahres liegen. Man könnte sich vorstellen, dass auch diese Zahlungen bei höheren Abschreibungen "at risk" seien.
Es gebe in diesem Wert die Unsicherheit wegen möglicher Wertberichtigungen auf das Portfolio sowie die damit verbundene Gefahr des Erreichens der vertraglich festgesetzten Verschuldungsgrenze.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe raten die alstria office-REIT-Aktie nach wie vor zu halten. Das Kursziel senke man von 5,50 EUR auf 3,00 EUR. (Analyse vom 25.11.2008) (25.11.2008/ac/a/nw)
|