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Analysen - Ausland
27.02.2002
Schneider neutral gewichten
Helaba Trust

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Die Analysten von Helaba Trust raten die Aktie von Schneider Electric (WKN 860180) "neutral" zu gewichten.

Schneider produziere Ausrüstungen für mittlere und niedrige Spannungen. Diese fänden Anwendung in Gebäuden, Industrieanlagen, Energie- und Infrastruktureinrichtungen. Über diverse Akquisitionen in den vergangenen Jahren habe der Konzern einen relativ ausgewogenen Regionenmix erreicht.

Mittels der neuen Konzernstruktur (operative Segmente: Europa, Nordamerika, International; Zentralfunktionen: Strategie & Märkte, Entwicklung, Finanzen/Controling, Personal & Kommunikation) sowie der Verkleinerung und Verjüngung der Führungsmannschaft solle die Entscheidungseffizienz mit Blick auf weitere Expansionsschritte verbessert werden. Mit einem Umsatz von rd. 10 Mrd. Euro gehöre Schneider im Weltmaßstab immer noch nicht der ersten Liga der Elektronikausrüster an.

Dank Einsparungen bei Forschung & Entwicklung sowie bei Verwaltungs- und Vertriebskosten habe das operative Ergebnis (EBITA) im 2. Halbjahr 2001 trotz zunehmenden Preisdrucks den Erwartungen entsprochen. Das Finanzergebnis sei jedoch empfindlich abgesackt. Auch die außerordentlichen Aufwendungen seien höher ausgefallen als prognostiziert.

Die Sonderabschreibung auf die Legrand-Beteiligung, die die Analysten beim Ergebnis je Aktie bereinigen würden, habe mit 1,4 Mrd. Euro jedoch ebenso wie das Ergebnis je Aktie exakt die Schätzung der Analysten getroffen. Letzteres habe an einer noch niedrigen durchschnittlichen Aktienstückzahl gelegen. Sie werde infolge des 200ler Aktientausches mit Legrand-Titeln heuer um 30% ansteigen und damit zu entsprechenden Verwässerungseffekten führen. Angesichts des derzeit noch schwierigen Marktumfeldes scheine damit ein weiterer Rückgang beim EPS vorprogrammiert zu sein (bereinigt um möglichen Buchgewinn aus Legrand-Verkauf; Schätzung: 750 Mio. Euro).

Ein positives Zeichen sei der Schuldenabbau im Zuge von Abverkäufen von Vorräten. Die Kapazitätsanpassung scheine also relativ zeitnah erfolgt zu sein, so dass ein per Saldo flacher Umsatzverlauf in 2002 keinen weiteren Ergebnisschaden anrichten dürfte. Im kommenden Jahr winke daher eine deutliche Margenausweitung, wenn die Nachfrage wieder anziehe. Im aktuellen Börsenumfeld, das zyklische Titel begünstige, sollte die relativ hohe Bewertung akzeptiert werden. Im übrigen gebe die Charttechnik grünes Licht.

Die Analysten von Helaba Trust raten daher die Schneider-Aktie "neutral" zu gewichten.



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