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Analysen - Ausland
14.11.2008
Mayr-Melnhof halten
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Martina Valenta, Analystin der Erste Bank, reduziert ihre Empfehlung für die Aktie von Mayr-Melnhof (ISIN AT0000938204/ WKN 890447) auf "halten".

Mayr-Melnhof habe diese Woche ihre Q3-Ergebnisse berichtet, die erwartungsgemäß schwach ausgefallen seien. Im 3. Quartal habe Mayr-Melnhof bei einem leicht rückläufigen Umsatz von EUR 444 Mio. einen Gewinneinbruch von 30% auf EUR 22,4 Mio. verzeichnet. Während sich die Verpackungsdivision sehr stabil entwickelt habe, habe der Kartonbereich unter mehrfachen Belastungen gelitten. In erster Linie hätten die hohen Energiekosten, die nur langsam zurückgehenden Altpapierpreise und der fehlende Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf des Altpapiergeschäftes gedrückt. Daher seien die Margen auf ein Rekordtief von nur 2% gefallen, was jedoch bereits als Boden angesehen werden könne.

Der Ausblick sei auch verhalten gewesen. Mit einer Entspannung bei den Margen sei erst im 1. Quartal 2009 - bedingt durch rückläufige Energie- und Rohstoffkosten - zu rechnen. Mit einer weiterhin volatilen und von kurzfristigen Orders gekennzeichneten Auftragslage sei jedoch im aktuell schwierigen Umfeld zu rechnen. Freuen könnten sich Aktionäre jedoch auf eine höhere Dividende (2007: EUR 1,70), wobei die Analysten mit EUR 1,80 rechnen würden.

Die Analysten hätten ihre Schätzungen auf Basis der Q3-Zahlen und des schwierigen Ausblicks daher nach unten revidiert und ihr Kursziel auf EUR 57 gekürzt (zuvor EUR 62).

Die Analysten der Erste Bank reduzieren gleichzeitig ihre Empfehlung für die Mayr-Melnhof-Aktie auf "halten", da sie derzeit keine signifikanten Treiber für einen Kursanstieg sehen. Die Aktie habe sich seit Jahresbeginn im Vergleich zum ATX sehr gut entwickelt, sei aber mit einem KGV von 10,8x bald doppelt so teuer wie der Gesamtmarkt. Trotzdem seien die Analysten nach wie vor von der Unternehmensstrategie der Markt- und Kostenführerschaft überzeugt und würden denken, dass Mayr-Melnhof mit ihrer starken Nettoliquidität von über EUR 170 Mio. auch in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld sehr gut positioniert sei. (Analyse vom 14.11.2008) (14.11.2008/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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