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News - Ausland
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14.11.2008
Dexia verbucht Milliarden-Verlust, meldet Spartenverkauf
aktiencheck.de
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Brüssel (aktiencheck.de AG) - Der Staatsfinanzierer Dexia S.A. (ISIN BE0003796134/ WKN 903855) musste angesichts der Verwerfungen an den internationalen Kapitalmärkten im dritten Quartal einen deutlichen Verlust ausweisen. Im Anschluss kündigte der angeschlagene Finanzkonzern außerdem den Verkauf seiner Anleiheversicherungssparte an.
Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, verzeichnete man im Berichtsquartal beim operativen Ergebnis einen Verlust von 740 Mio. Euro, nach einem Plus von 485 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Nettoergebnis stand ein Verlust von 1,54 Mrd. Euro zu Buche, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Gewinn von 461 Mio. Euro erzielt worden war. Dabei hatte der Konzern im Berichtquartal unter Einmalbelastungen in Höhe von 2,19 Mrd. Euro in Zusammenhang mit den Verwerfungen an den internationalen Kapitalmärkten zu leiden. Ohne die Berücksichtigung der oben genannten Belastungsfaktoren hätte man im Vorjahresvergleich einen leichten Ergebnisrückgang von 655 Mio. Euro auf 647 Mio. Euro beim Nettogewinn ausgewiesen.
Im Zuge der weiteren Fokussierung auf das Kerngeschäft wurde außerdem eine Vereinbarung zum Verkauf der operativ in den USA tätigen Anleiheversicherungs-Sparte FSA Insurance an den US-Konzern Assured Guaranty Ltd. (ISIN BMG0585R1060/ WKN A0CATL) geschlossen. Insgesamt beläuft sich der Verkaufserlös auf 722 Mio. Dollar. Dabei erhält Dexia 361 Mio. Dollar in bar und den Rest in Anteilsscheinen von Assured Guaranty.
Zuletzt hatte Dexia angesichts der zunehmenden Belastungen an den internationalen Kapitalmärkten von den Regierungen von Belgien, Frankreich und Luxemburg milliardenschwere Finanzhilfen und Staatsgarantien erhalten.
Die Aktie von Dexia notiert aktuell in Paris mit einem Minus von 7,28 Prozent bei 4,64 Euro. (14.11.2008/ac/n/a)
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