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Analysen - Nebenwerte
14.11.2008
Jungheinrich kaufen
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von Jungheinrich (ISIN DE0006219934/ WKN 621993, VZ) unverändert mit "kaufen".

Am 13.11. habe die Gesellschaft die Zahlen zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Diese seien nach Ansicht der Analysten mit Blick auf die konjunkturellen Rahmenbedingungen gut ausgefallen. Die Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr sei entsprechend bestätigt worden.

Der Auftragseingang im Neugeschäft sei im dritten Quartal 2008 stückzahlbezogen unter das Niveau aus dem Vorjahr gesunken, was neben einer konjunkturbedingten geringeren Kundennachfrage auch der um ein Drittel geringeren Einstellung von Fahrzeugen in die Mietflotte geschuldet sei. Der wertmäßige Auftragseingang habe sich dagegen im dritten Quartal leicht von 527 Mio. EUR auf 531 Mio. EUR (+0,8%) erhöht. Zum Halbjahr habe er noch bei +7,6% gelegen. Die weltweite Nachfrage nach Flurförderzeugen habe sich im dritten Quartal 2008 um 4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vermindert.

Der Gesellschaft sei es im dritten Quartal gelungen, die Umsatzerlöse um 12% auf 538 Mio. EUR zu steigern. Hierfür verantwortlich habe sich vor allem das gute Neugeschäft mit einem Zuwachs von 16% gezeigt. Der Ausbau des Logistiksystemgeschäftes und ein höherer Anteil an Großfahrzeugen hätten sich zudem positiv ausgewirkt. Das operative Ergebnis habe mit 29,7 Mio. EUR nicht das Niveau des Vorjahresquartals von 33,0 Mio. EUR erreicht.

Belastend hätten die geringere Produktionsleistung, hohe Rohstoffpreise, Vorleistungen für die Erschließung der Wachstumsmärkte in China und Russland und eine Einmalbelastung in Höhe von über 2 Mio. EUR durch das Ausscheiden einer ausländischen Holdinggesellschaft aus dem Konsolidierungskreis gewirkt. Für Entlastung hätten dagegen die Zunahme des Miet- und Gebrauchtgerätegeschäftes sowie der höhere Kundendienstumsatz gesorgt. Im Gegensatz zur Entwicklung des operativen Ergebnisses habe sich im dritten Quartal 2008 das erwirtschaftete Ergebnis nach Steuern aufgrund einer niedrigeren Steuerquote überproportional um 17% auf 19,6 Mio. EUR (Vorjahr: 16,7 Mio. EUR) erhöht.

Für das traditionell margenstärkste vierte Quartal sei in diesem Jahr eine Marge unter der des dritten Quartals zu erwarten. Hier würden sich deutlich erhöhte Rohstoffkosten auswirken, die auf dem Höhepunkt der Rohstoffhausse ausgehandelt worden seien. Für 2009 erwarte Jungheinrich bei sinkenden Margen einen Umsatz auf oder leicht unter dem Niveau aus 2008. Belastend würden sich u. a. zeitweise auch hier die hohen ausgehandelten Rohstoffpreise und der neue Tarifabschluss auswirken. Für Entlastung könnten ab dem 1. November wirksame Preiserhöhungen sorgen. Die Analysten hätten ihre Gewinnreihen für 2008 und 2009 nach unten angepasst, wodurch sich in Verbindung mit den gesunkenen Börsenmultiples ihr Kursziel von 24 auf 15 EUR reduziere.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe behalten ihre Anlageempfehlung "kaufen" für die Jungheinrich-Aktie bei. (Analyse vom 14.11.2008) (14.11.2008/ac/a/nw)



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