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Analysen - DAX 100
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10.11.2008
Fresenius Medical Care "buy"
SEB
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www.optionsscheinecheck.de
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, bewertet die Fresenius Medical Care-Aktie (FMC) (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) mit "buy".
Der Dialysespezialist habe mit den Zahlen zum 3. Quartal erneut solide Daten abgeliefert. Alle Unternehmensbereiche und Regionen hätten wiederum zum Erfolg beigetragen. Bei einem Umsatzwachstum von 12% auf 2,71 Mrd. USD sei das operative Ergebnis um 6% auf 422 Mio. USD gestiegen. Der Nettogewinn habe sich um 14% auf 206 Mio. USD bzw. 0,69 USD je Aktie erhöht. Die EBIT-Marge sei leicht auf 15,6% (nach 16,4%) zurückgefallen; dies sei mit verschiedenen Mehraufwendungen in Q3 zu erklären.
Die Gründe seien gestiegene Personalausgaben, höhere Preise für das gerinnungshemmende Medikament Heparin sowie ein weltweit beschleunigtes Wachstum im Dienstleistungsgeschäft, Anlaufkosten für neue Kliniken und höhere Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Darüber hinaus seien auch Abschreibungen angefallen, nachdem zuletzt die Produktionskapazitäten ausgeweitet worden seien. Das hervorragende Umsatzwachstum werde unterstützt durch eine steigende Vergütung bei Dialysedienstleistungen. Am 16.09.08 sei FMC mehrfach für beste Investor Relation-Arbeit ausgezeichnet worden (DVFA, "Capital").
FMC habe seinen langfristigen Wachstumskurs auch in Q3 fortgesetzt. Das organische Wachstum weltweit habe 8% betragen. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen sei dabei um 10% auf 1,98 Mrd. USD gestiegen, der mit Dialyseprodukten sei mit +16% auf 728 Mio. USD erneut überproportional gewachsen. Hier vor allem wachse FMC stärker als der Markt. FMC habe seine Produktionskapazitäten in Q3 ausgebaut.
Das Segment International wachse weiter überproportional um 23% (14% währungsbereinigt) auf 942 Mio. USD. Zuletzt sei die Vergütung bei Dialysedienstleistungen in den USA gestiegen: Die durchschnittliche Vergütung habe sich auf 333 USD in Q3 erhöht. Das seien 6 USD mehr als in Q2-08 bzw. in Q3-07. Die in Q3 angefallenen Mehraufwendungen, die zu einer geringfügigen Reduzierung der Marge geführt hätten, sollten vorübergehender Natur sein. Denn die gestiegenen Personalaufwendungen für neue Kliniken und für Forschung & Entwicklung seien wichtige Voraussetzungen für späteres Wachstum.
Die Prognose sei bestätigt worden: Im Geschäftsjahr 2008 wolle FMC den Umsatz um mehr als 7% auf mehr als 10,4 Mrd. USD steigern. Beim Jahresüberschuss peile FMC ein Wachstum von 12 bis 15% auf 805 bis 825 Mio. USD an. Auch die Mittelfristprognose sei bestätigt worden (bis 2010: 11,5 Mrd. USD Umsatz).
Negativ sei die relativ hohe Abhängigkeit vom US-Markt. Zuletzt seien höhere Personalkosten und temporäre Belastungen angefallen, auch durch die ausgeprägte Hurrikan-Saison im Service-Bereich und durch höhere Rohstoffkosten. In einigen Kernmärkten gebe es Kostendämpfungsmaßnahmen.
Die Analysten der SEB bewerten die Fresenius Medical Care-Aktie mit dem Rating "buy" und behalten aufgrund des ungebrochenen Wachstumskurses ihr Kursziel von 42 EUR bei. (Analyse vom 10.11.2008) (10.11.2008/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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