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Analysen - TecDAX
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10.11.2008
Manz Automation halten
Bankhaus Lampe
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www.optionsscheinecheck.de
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Frank Neumann, Analyst vom Bankhaus Lampe, empfiehlt die Manz Automation-Aktie (ISIN DE000A0JQ5U3/ WKN A0JQ5U) unverändert zu halten.
Am 10. November habe Manz Automation die Zahlen für die ersten neun Monate bekannt gegeben. In den ersten neun Monaten seien die Umsatzerlöse um über 240% gestiegen. Das Wachstum sei durch die Expansion des Bereiches Photovoltaik sowie durch die getätigten Übernahmen realisiert worden. Auf EBIT-Ebene sei eine Marge von 11,8% (Vj.: 13,4%) übrig geblieben, was zu großen Teilen aus der Verwässerung durch die Konsolidierung der akquirierten Unternehmen resultiere.
Der Bereich systems.solar habe 88,8 Mio. EUR (Vj.: 32,6 Mio. EUR) erwirtschaftet. Davon seien 53,9 Mio. EUR (Vj.: 7,5 Mio. EUR) auf den Dünnschichtbereich entfallen, der durch die erfolgreiche Vermarktung der Laserstrukturierungsanlagen für die Produktion von Dünnschichtsolarmodulen habe profitieren können. Die EBIT-Marge habe hier auf 16,7% (Vj.: 14,6%) gesteigert werden können.
Der Geschäftsbereich systems.lcd habe 34,1 Mio. EUR umgesetzt (Vj.: 5,8 Mio. EUR), gleichzeitig sei die EBIT-Marge auf 9,1% (Vj.: 13,2%) gesunken. Beides sei der Übernahme der Manz intech Machines geschuldet, die bisher eine geringe EBIT-Marge aufgewiesen habe.
Der Bereich systems.aico, betrieben durch die Manz Automation Tübingen GmbH, habe auf ein nicht ganz so dynamisches Wachstum zurückblicken können. Hier seien die Umsätze von 8,3 Mio. EUR auf 9,0 Mio. EUR gestiegen. Die EBIT-Marge sei auf 8,0% nach 9,1% im Vorjahreszeitraum gesunken. Auch diese Verwässerung stehe im Zusammenhang mit einer Übernahme, hier der Christian Majer GmbH & Co. KG.
Kostenseitig sei die Materialaufwandsquote durch den vermehrten Zukauf von Baugruppen und die Zunahme des Outsourcings einfacher Montageleistungen auf 60,3% der Gesamtleistung (Vj.: 54,7%) angestiegen. Demselben Effekt sowie durch höhere Produktivität sei es zu verdanken, dass die Personalaufwandsquote von 22,1% auf 18,2% gesunken sei.
Für dieses Geschäftsjahr sei die Prognose des Umsatzes bei 235 Mio. EUR 240 Mio. EUR bestätigt worden. Zudem rechne man mit einer EBIT-Marge auf dem Niveau der Neun-Monats-Zahlen. Nach Erachten der Analysten sollte dies erreichbar sein. Negativ würden sie dagegen in die Bewertung den auf 160 Mio. EUR gesunkenen Auftragsbestand einfließen lassen (zum Halbjahr: 210 Mio. EUR). Diese Entwicklung sei damit begründet, dass einige Großaufträge nicht vollumfänglich fakturiert worden seien.
Insgesamt passen die Analysten vom Bankhaus Lampe ihre Schätzungen für dieses und das kommende Jahr an. Für dieses Jahr würden sie nun mit 5,01 EUR je Aktie statt 4,83 EUR rechnen. Für das nächste Jahr hätten die Analysten ihre Schätzungen angesichts der Unsicherheiten bezüglich der konjunkturellen Entwicklung zurückgenommen. Diese würden nun 5,95 EUR je Aktie statt 6,88 EUR betragen.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe raten die Manz Automation-Aktie nach wie vor zu halten. Das Kursziel sei von 135 EUR auf 80 EUR gesenkt worden. (Analyse vom 10.11.2008) (10.11.2008/ac/a/t)
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