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Analysen - Ausland
03.11.2008
AT&S kaufen
Raiffeisen Centrobank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Daniel Damaska, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von AT&S (ISIN AT0000969985/ WKN 922230) von "halten" auf "kaufen" hoch.

Während die Umatzerlöse im 2. Quartal des Wirtschaftsjahres 2008/09 mit EUR 119,0 Mio. im Rahmen der Erwartungen der Analysten gelegen hätten, sei der Rohertrag mit EUR 23,2 Mio. aufgrund der vorgenommenen Kosteneinsparungen deutlich über ihrer Schätzung von EUR 20,0 Mio. zum Liegen gekommen. Das EBIT in Höhe von EUR 14,9 Mio. habe aufgrund einmaliger Währungsgewinne in Höhe von EUR 4,1 Mio. den Vergleichswert des Rekordjahres 2007/08 um 3% übertroffen. Durch zusätzliche USD-Hedging-Gewinne habe das Finanzergebnis ins Plus gedreht und das Nettoergebnis auf EUR 13,6 Mio. gesteigert, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 9% entspreche.

Trotz der zufriedenstellenden Entwicklung im 1. Halbjahr 2008/09 hätten die Analysten aufgrund einer antizipierten rückläufigen Entwicklung im Mobile Devices-(Mobiltelefonie) und Automotive-Bereich die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr um 6,5% auf EUR 456,4 Mio. gesenkt. Zusätzlich mit den Restrukturierungskosten für die Verlagerung der HDI Leiterplattenproduktion nach China mit maximal geschätzten Kosten in Höhe von EUR 18,9 Mio. sowie der Abschreibung des Firmenwertes der Tochter TOFIC in Korea über EUR 5,0 Mio. hätten die Analysten das EBIT für 2008/09 auf EUR 11,8 Mio. und das Jahresergebnis nach Steuern auf EUR 4,2 Mio. gesenkt. Das Ergebnis pro Aktie falle dadurch von EUR 0,94 auf EUR 0,18.

Für 2009/10 würden die Analysten aufgrund einer rezessiven Wirtschaftsentwicklung von weiter fallenden Umsätzen, jedoch von einer nahezu stabilen Rohertragsspanne als Folge der verbesserten Kostenstruktur ausgehen. In Summe hätten sie ihre Umsatzschätzung auf EUR 437,3 Mio. und das Nettoergebnis auf EUR 14,3 Mio. revidiert. Das Ergebnis pro Aktie hätten sie parallel dazu von EUR 0,97 auf EUR 0,61 gesenkt.

Das Restrukturierungsprogramm steuere einem weiteren Profitabilitätsrückgang entgegen. Positiv zu werten seien auch die potenziellen Marktanteilsgewinne im Mobile Devices-Segment durch Verminderung des Lieferantenkreises bei Mobiltelefonherstellern sowie die Tatsache, dass das USD-Währungsrisiko durch Produktion in Asien weitgehend gematched worden sei.

Zu den negativen Aspekten würden negative Wachstumsaussichten im größten Umsatzsegment Mobile Devices als auch im zyklischen Automotive-Bereich, verstärkter Druck auf die EBIT-Marge durch weitere Preisrückgänge, vor allem im Mobile Devices-Bereich, sowie kurzfristig hohe Restrukturierungskosten gehören.

Unter Berücksichtigung der für 2008/09 erwarteten außerordentlichen Belastungen und der revidierten Umsatz- und Ergebniserwartungen für 2009/10 hätten die Analysten einen neuen Zwölf-Monate-Zielkurs von EUR 6,10 errechnet.

Aufgrund des sich daraus ergebenden Kurssteigerungspotenzials von 60% heben die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre Empfehlung für die AT&S-Aktie von "halten" auf "kaufen" an. (Analyse vom 03.11.2008) (03.11.2008/ac/a/a)

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