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Analysen - Ausland
05.11.2008
Swisscom "hold"
Vontobel Research

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Zürich (aktiencheck.de AG) - P. Spiliopoulos, Analyst von Vontobel Research, bewertet die Swisscom-Aktie (ISIN CH0008742519/ WKN 916234) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" weiterhin mit dem Rating "hold".

Swisscom habe seine Ergebnisse für die ersten neun Monate 2008 vorgelegt; diese hätten den Konsenserwartungen in Bezug auf Umsatz und Reingewinn entsprochen, seien aber bei EBITDA und EBIT um 2% darunter geblieben. Der Nettoumsatz sei um 12,4% auf CHF 9,085 Mrd. (Konsens: 9,047), der EBITDA um 10,4% auf CHF 3,615 Mrd. (Konsens: 3,664), der EBIT um 5,2% auf CHF 2,066 Mrd. (Konsens: 2,102) gestiegen und der Reingewinn um 19,3% auf CHF 1,313 Mio. (Konsens: 1,315) gesunken. Swisscom werde seine Umsatzprognose von CHF 12,3 Mrd. wegen des EUR/CHF-Wechselkurses nicht erreichen, halte aber an seiner EBITDA-Prognose von CHF 4,8 Mrd. fest. Die Investitionsausgaben würden sich am unteren Ende der angepeilten Spanne von CHF 2,1 bis 2,2 Mrd. bewegen, der operative Cashflow am oberen Ende (CHF 2,4 bis 2,5 Mrd.).

Als Wachstumstreiber habe erneute Fastweb fungiert: In den ersten neun Monaten 2008 sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 130% gestiegen, da Fastweb erst seit Mai 2007 konsolidiert sei. Das langjährige Geschäft Swisscom Schweiz habe mit CHF 6.483 Mio. einen im Vorjahresvergleich unveränderten Umsatz verzeichnet. Der Umsatz der übrigen operativen Segmente sei um 8% auf CHF 1.352 Mio. gefallen.

Das Großhandelsgeschäft der Swisscom Schweiz habe weiterhin den Umsatz belastet, während das Geschäft mit Unternehmenskunden einen leichten Zuwachs verzeichnet habe. Was die Rentabilität betreffe, so habe sich das Festnetzgeschäft als Hauptbelastung erwiesen: Das EBITDA sei um 5% (teilweise durch die Einführung des iPhone bedingt) gesunken. Die Fastweb habe den Erwartungen entsprochen.

Swisscom Participations habe unter, die übrigen Segmente im Rahmen der Erwartungen gelegen. Bei Breitbandanschlüssen habe es ein Wachstum von 10,5% auf 1,72 Mio. genau wie einen robusten Zuwachs der Mobilfunk-Abonnenten um 8% auf 5,28 Mio. gegeben. Das EBITDA habe die Konsenserwartungen um CHF 49 Mio. verfehlt, was vollständig den Kosten in Höhe von CHF 45 Mio. im Zusammenhang mit der Lancierung des iPhones zuzuschreiben sei (subventionierter Verkauf von Mobiltelefonen, Händlerkommissionen).

Swisscoms Ergebnisse für die ersten neun Monate 2008 hätten wie üblich wenig Überraschungen geboten. Grund für die um CHF 49 Mio. verfehlte EBITDA-Prognose seien zusätzliche Kosten in Verbindung mit der iPhone-Einführung im Juli gewesen. Allgemein habe Swisscom eine gute Kostenkontrolle eingehalten, um die Umsatzrückgänge in bestimmten inländischen Geschäftsbereichen aufzufangen. Das Management sei bei der Umwandlung des Unternehmens in ein mehr auf Multimedia orientiertes Unternehmen auf einem guten Weg. Man werde die Schätzungen korrigieren.

Die Analysten von Vontobel Research bestätigen die Einstufung "hold" für die Swisscom-Aktie. Das Kursziel von CHF 440 werde überprüft. (Analyse vom 05.11.2008) (05.11.2008/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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