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Analysen - Nebenwerte
23.10.2008
LUDWIG BECK kaufen
GBC AG

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Augsburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der GBC AG, Sylvia Schulz und Felix Gode, empfehlen weiterhin, die Aktien von LUDWIG BECK (ISIN DE0005199905/ WKN 519990) zu kaufen.

Die veröffentlichten 9-Monatszahlen der LUDWIG BECK AG würden deutlich zeigen, dass der eingeschlagene Weg des Traditionsunternehmens mehr und mehr Früchte trage. So habe das Unternehmen nach den ersten neun Monaten in 2008 einen Bruttoumsatz in Höhe von 69,5 Mio. EUR erzielt und befinde sich damit auf dem Niveau des Vorjahres. Flächenbereinigt dagegen sei der Umsatz um 2,4% gesteigert worden. Bei einer Einzelbetrachtung des 3. Quartals zeige sich die erfreuliche Entwicklung noch deutlicher. So sei der Umsatz flächenunbereinigt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,4% auf 25,7 Mio. EUR (VJ: 23,2 Mio. EUR) gestiegen - flächenbereinigt sogar um 13,3%.

Damit habe die LUDWIG BECK sich gegen die aktuell schlechte Konsumstimmung im Textileinzelhandel behaupten können. Im 3. Quartal 2008 habe die Branche laut dem TW-Testclub im Durchschnitt einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von rund 3,3% verzeichnet. Des Weiteren habe die Branche per 30.09.2008 laut dem TW-Testclub beim aufgelaufenen Jahresumsatz einen Rückgang von 4% verbucht.

Für die erfreuliche Entwicklung hätten vor allem die nach dem Umbau im Stammhaus neugestalteten Abteilungen einen wichtigen Beitrag geleistet. Ein weiterer wesentlicher Faktor sei der starke Bekanntheitsgrad in Fernost und die hieraus resultierenden Einkäufe von VIPs. Diese würden bei ihren Besuchen einen exklusiven persönlichen Guide erhalten, welcher sie durch das gesamte Stammhaus begleite und berate. Des Weiteren sei das 3. Quartal in 2007 noch von den Umbaumaßnahmen geprägt gewesen, die auf die Entwicklung der Umsatzerlöse Einfluss gehabt hätten.

Der Nettorohertrag des Traditionsunternehmens habe mit 27,9 Mio. EUR um 2,1% über dem Vorjahreswert in Höhe von 27,3 Mio. EUR gelegen. Damit sei die sukzessive Verbesserung der Nettorohertragsmarge auch in den ersten neun Monaten in 2008 fortgeführt worden und befinde sich nunmehr bei 47,8% nach 46,8% im Vorjahreszeitraum. Auch auf Quartalsbasis spiegle sich die vor allem auf die beständige Aufwertung der Sortimente und Fokussierung auf die margenträchtigeren Produkte basierende positive Entwicklung wider. So habe die Marge im 3. Quartal 2008 bei 47,6% gelegen nach 46,7% im 3. Quartal 2007.

Die Kostenquote sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um einen Prozentpunkt auf 42,5% gesenkt worden. Hierin würden sich die Erfolge des nachhaltigen Kostenmanagements der LUDWIG BECK AG bemerkbar machen. Die positive Entwicklung auf der Kostenseite zeige sich sehr deutlich im erwirtschafteten operativen Ergebnis. So resultiere hieraus eine Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 62,2% auf 3,1 Mio. EUR nach 1,9 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge belaufe sich damit auf 5,3% (VJ: 3,2%).

Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses (-2,2 Mio. EUR) sowie der Ertragssteuern (0,3 Mio. EUR) ergebe sich ein Periodenüberschuss in Höhe von 0,5 Mio. EUR. Der Periodenüberschuss liege damit auf Vorjahresniveau. Hintergrund hierfür sei, dass im vergangenen Jahr einmalige latente Steuererträge in Höhe von 0,8 Mio. EUR im Rahmen einer Neubewertung auf Grund der Unternehmenssteuerreform angefallen seien. In diesem Jahr dagegen seien Ertragssteuern in Höhe von 0,3 Mio. EUR angefallen. Die LUDWIG BECK AG habe hiernach einen Periodenüberschuss nach Minderheiten in Höhe von 0,1 Mio. EUR (VJ: 0,2 Mio. EUR) erwirtschaftet.

Die 9-Monats-Zahlen des Münchner Kaufhauses der Sinne würden für sich sprechen. Die Erfolge des Kostenmanagements auf der einen und die erfreuliche Margenentwicklung auf der anderen Seite würden wichtige Beiträge für die operativen Ergebnisse der LUDWIG BECK AG leisten. Trotz der deutlichen Abschwächung der Konsumentenstimmung zeige sich das Unternehmen äußerst stark und bewege sich entgegen dem Trend anderer Kaufhäuser in Deutschland.

Das starke operative Ergebnis aber auch die anhaltend positive Entwicklung würden die Erwartungen der Analysten für das Gesamtjahr 2008 unterstreichen. Des Weiteren erwarte man ein sehr umsatzstarkes Weihnachtsgeschäft. Die Analysten würden ihre Ergebniserwartungen beibehalten, die sich auf die Hauptzielgruppe der LUDWIG BECK AG, die relativ konjunkturabhängig preisintensivere Waren einkaufe, stütze. Die Analysten würden ihren fairen Wert der Aktie auf Basis 2009 mit 14,79 EUR bestätigen. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau entspreche dies einem Kurspotenzial von rund 77%.

Die Analysten der GBC AG stufen die Aktie von LUDWIG BECK unverändert mit
dem Rating "kaufen" ein. (Analyse vom 23.10.2008) (23.10.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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