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Analysen - Ausland
24.10.2008
Fortress Paper erste Position aufbauen
BetaFaktor

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München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "BetaFaktor" empfehlen angesichts der Bewertung eine erste Position in der Aktie von Fortress Paper (ISIN CA34958R1010/ WKN A0MWAX) aufzubauen.

Während weltweit die Unternehmen unter der Finanzkrise leiden würden, habe Fortress Paper eher ein Luxusproblem. CEO Chadwick Wasilenkoff habe im Hintergrundgespräch erläutert, dass es dem Unternehmen momentan an Kapazitäten mangele. Es sei in zwei Märkten etabliert, einer davon sei vom Grundsatz her konjunkturresistent, der andere setze sich beeindruckend gegen die Krise zur Wehr.

Fortress Paper produziere in der Schweiz Spezialpapier für die Herstellung von Banknoten, seit 1979 z. B. exklusiv das Papier für die Schweizer Franken. Außerdem liefere das Unternehmen das Ausgangsmaterial an sechs Mitglieder der Währungsunion für den Euro und an 25 Zentralbanken weltweit. Von der Einführung neuer Sicherheitsmerkmale bei den Euro-Scheinen erhoffe sich Wasilenkoff eine Erhöhung von Umsatz und Marge, da die Scheine aufwändiger und damit teurer seien. Außerdem bestehe eine weltweite Nachfrage nach dem Spezialpapier aus der Schweiz für die Herstellung von Ausweisen, Pässen und Visa.

Ein zweites, noch größeres Standbein der Firma sei in Dresden angesiedelt. Das Unternehmen produziere Vliestapeten. Obwohl die weltweite Nachfrage nach Tapeten eher schrumpfe, habe der Absatz von Vliestapeten in sechs Jahren verdoppelt werden können, bis 2010 werde eine erneute Verdopplung erwartet. Fortress Paper sei mit 37% Weltmarktführer und verfüge in Deutschland sogar über einen monopolartigen Marktanteil von 80%.

Obwohl das Unternehmen stark wachse, brauche es momentan kein Kapital und könne die nächsten Übernahmen selber finanzieren. Laut dem CEO stünden 42 Mio. Kanadischen Dollar (CAD) Bargeld 30 Mio. CAD Schulden gegenüber.

Die Bewertung des Unternehmens sei ein wenig albern, das KGV betrage aufgrund der Gewinnprognosen für 2008 etwa 5, für 2009 sogar nur 4, und das, obwohl das Unternehmen wegen der voll ausgelasteten Kapazitäten eine ziemlich hohe Sicherheit biete. Es sei auch ein Zeichen für die Unterbewertung der Aktie, dass die Wiederbeschaffungswerte für die beiden Produktionsstätten mit gut 400 Mio. EUR angesetzt seien, während der Börsenwert nur rund 40 Mio. EUR betrage.

Angesichts der Bewertung raten die Experten von "BetaFaktor" eine erste Position in der Aktie von Fortress Paper aufzubauen. (Ausgabe 43/08b vom 23.10.2008) (24.10.2008/ac/a/a)



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