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Analysen - Nebenwerte
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17.10.2008
DEUTZ kein Kauf
Frankfurter Tagesdienst
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www.optionsscheinecheck.de
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Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten weiterhin vom Kauf der DEUTZ-Aktie (ISIN DE0006305006/ WKN 630500) ab.
DEUTZ drohe wegen einer möglichen Klage des Finanzinvestors 3i weiteres Ungemach. Das in London ansässige Private-Equity-Unternehmen wolle nachträglich einen niedrigeren Kaufpreis für die 2007 von DEUTZ erworbene Tochter Power Systems erreichen und wolle das notfalls auch gerichtlich durchsetzen. 3i werfe DEUTZ eine Verletzung der Aufklärungspflichten im Zusammenhang mit dem Unternehmensverkauf vor.
Der Verkauf von Power Systems habe DEUTZ einen Vorsteuergewinn von 118 Mio. Euro gebracht. Die Hälfte der für 2007 ausgezahlten Dividende von 40 Cent sei als Sonderdividende auf die Veräußerung von Power Systems entfallen. Sollte 3i die Ansprüche durchsetzen können, würde die Bilanz von DEUTZ noch einmal zusätzlich belastet werden. Einen ungünstigeren Zeitpunkt hätte man sich kaum aussuchen können, denn erst vor wenigen Tagen habe die in Köln ansässige Gesellschaft zum zweiten Mal in diesem Jahr ihre Geschäftsprognosen reduzieren müssen.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" hatten ohnehin erst zum Beginn dieser Woche dazu geraten, von einem Kauf der DEUTZ-Aktie abzusehen. Das gelte jetzt natürlich um so mehr. (Ausgabe 160 vom 17.10.2008) (17.10.2008/ac/a/nw)
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