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15.10.2008
AGRANA rutscht in die roten Zahlen
aktiencheck.de

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Wien (aktiencheck.de AG) - Der österreichische Agrarkonzern AGRANA Beteiligungs-AG (ISIN AT0000603709/ WKN 779535) musste im ersten Halbjahr aufgrund hoher Rohstoff- und Energiepreise einen Verlust hinnehmen.

Wie der Konzern am Mittwoch erklärte, verbesserten sich die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum auf 1,05 Mrd. Euro, was gegenüber dem Vorjahreswert von 933,3 Mio. Euro einem Plus von 12,0 Prozent entspricht. Den größten Umsatzbeitrag lieferte trotz eines Rückganges um 6,2 Prozent auf 408,3 Mio. Euro das Segment Frucht gefolgt vom Segment Zucker (Umsatzplus 4,5 Prozent auf 383,6 Mio. Euro). Bei Stärke wurde ein Umsatzplus von 93,6 Prozent auf 253,6 Mio. Euro verzeichnet.

Beim operativen Konzernergebnis wurde ein Verlust von 7,8 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Plus von 54,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei musste der Konzern bei Frucht und Stärke den Rohstoffbedarf zu extrem hohen Preisen aus den schlechten Ernten 2007 decken, wobei die erhöhten Kosten nicht vollständig am Markt weitergegeben werden konnten. Der dramatische Rückgang der Preise für Apfelsaftkonzentrat machte zusätzlich die Abwertung der vorrätigen Apfelsaftkonzentratmengen auf das aktuelle Marktpreisniveau notwendig, was zu einer einmaligen Belastung von 32,4 Mio. Euro geführt hatte. Beim Periodenergebnis wurde ein Verlust von 21,4 Mio. Euro ausgewiesen, nach einem Plus von 36,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

"Um der aktuell schwierigen Situation entgegenzuwirken, setzen wir auf Energieeinsparungsmaßnahmen, eine Zurücknahme der Investitionen deutlich unter Abschreibungsniveau sowie auf die rasche Auslastung der neuen Produktionskapazitäten", erklärte der Vorstandschef Johann Marihart. Für das zweite Halbjahr seien die Rohstoffpreise bei Getreide und Früchten auf Basis der aktuellen Ernteerwartungen bereits deutlich gesunken. "Wir glauben, die Talsohle durchschritten zu haben und mit der nun erfolgten Bereinigung der Altlasten im Juicebereich im zweiten Halbjahr wieder deutlich bessere Ergebnisse erwirtschaften zu können", so Marihart weiter.

Für 2008|09 geht der Konzern nach wie vor von einem Anstieg des Konzernumsatzes auf über 2,1 Mrd. Euro aus (Vorjahreswert: 1,9 Mrd. Euro). Das operative Ergebnis wird für das laufende Fiskaljahr bei 30,0 Mio. Euro erwartet. Eine weitgehende Normalisierung der Rohstoffpreise sowie der Ein- und Verkaufsmärkte vorausgesetzt, werden die von AGRANA ergriffenen Gegensteuerungsmaßnahmen bereits 2009|10 eine Rückkehr auf das Ergebnisniveau des Geschäftsjahres 2007|08 ermöglichen, teilte der Konzern weiter mit.

Die Aktie von AGRANA notiert aktuell in Wien mit einem Minus von 0,33 Prozent bei 45,50 Euro. (15.10.2008/ac/n/a)


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