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09.10.2008
Genmab meldet Portfolio-Ergebnisse, streicht 101 Stellen
aktiencheck.de

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Kopenhagen (aktiencheck.de AG) - Das dänische Biotech-Unternehmen Genmab A/S (ISIN DK0010272202/ WKN 565131) meldete am Mittwoch die Einstellung der Entwicklung von Zanolimumab (HuMax-CD4). Aufgrund einer Portfolioprüfung und einer Beurteilung der Organisation wird man zudem 101 Arbeitsplätze abbauen.

Während sich das Unternehmen den Angaben zufolge einer potenziellen Kommerzialisierung nähert, besteht eine der wesentlichen Prioritäten darin, ein nachhaltiges F&E-Investitionsniveau zu erreichen. Genmab habe eine Prüfung seines Portfolios und seiner Organisation durchgeführt, um Prioritäten zu bestimmen, die den größten potenziellen Wert bieten. Das Unternehmen werde seinen Fokus auf Arzneimittel zur Krebsbekämpfung verschärfen und sich auf ein weniger breites Portfolio mit einem höheren Potenzial konzentrieren.

Für Zanolimumab werden derzeit Pivot-Studien der Phase III zur Behandlung kutaner T-Zellen-Lymphome (CTCL) durchgeführt. Wie Genmab bereits zuvor angedeutet hatte, läuft die Patientenrekrutierung für die Zanolimumab-Pivotstudie recht langsam. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass dies auf das relativ geringe Marktpotenzial bei CTCL, die Einführung neuer Arzneimittel zur Bekämpfung von CTCL auf dem Markt und zahlreiche konkurrierende klinische Studien zurückzuführen ist. Angesichts dieser Aspekte ist Genmab der Ansicht, dass die erhebliche Investition, die erforderlich wäre, um das Produkt bis hin zur Genehmigung zu entwickeln, keine optimale Verwendung seiner Ressourcen mehr darstellt.

Zudem wird Genmab versuchen, Lizenzen für drei seiner Entwicklungsprogramme in frühen Phasen, die sich außerhalb des Fokusbereichs befinden (HuMax-HepC, HuMax-IL8 und HuMax-TAC), extern zu vergeben.

Darüber hinaus wird Genmab die Frühphasenstudien für Zalutumumab (HuMax-EGFr) für Kolorektal- und Lungenkrebs einstellen. Diese Entscheidung beruht auf neuen Informationen über die Rolle von K-RAS-Mutationen und entsprechenden Therapien. Genmab wird seine Entwicklung von zwei Studien der Phase III und zwei Studien in früheren Phasen mit Zalutumumab für die Behandlung von Kopf- und Halskrebs fortsetzen.

Wie der Konzern weiter mitteilte, wird er die Mitarbeiterzahl in all seinen internationalen Standorten reduzieren, um die Anzahl der Programme mit den hierfür erforderlichen Ressourcen abzugleichen. Hiervon werden 101 Mitarbeiter des Unternehmens betroffen sein.

Es wird nicht erwartet, dass sich diese Entscheidungen substanziell auf die Prognose für das laufende Jahr auswirken werden, hieß es.

Die Genmab-Aktie notierte zuletzt im Kopenhagener Handel bei 272,00 Dänischen Kronen (-3,37 Prozent). (09.10.2008/ac/n/a)


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