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News - Marktberichte
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06.10.2008
SMI: Deutlich schwächer, Finanzwerte geben kräftig ab
aktiencheck.de
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Zürich (aktiencheck.de AG) - Der Schweizer Aktienmarkt ist mit deutlich roten Vorzeichen in die neue Woche gestartet. Der Swiss Market Index (SMI) verliert aktuell 3,86 Prozent und steht bei 6.614,30 Indexpunkten. Der Swiss Leader Index (SLI) büßt daneben 4,36 Prozent ein auf 955,02 Zähler. Die Wall Street hat am Freitag kräftig Federn lassen müssen, obwohl das geplante Rettungspaket der US-Regierung nun auch das Repräsentantenhaus passiert hat. Aus Asien wurden ebenfalls spürbare Abschläge gemeldet. Unter anderem knickte der Nikkei-Index in Tokio um mehr als 4 Prozent ein.
Der Finanzsektor steht einmal mehr im Mittelpunkt. Noch am Samstag hatte der deutsche Immobilienfinanzierer HRE mitgeteilt, dass das zuletzt zugesagte und angekündigte Rettungspaket nicht länger gültig sei. In letzter Minute wurde nun ein neues Rettungspaket geschnürt. Die französische Bankgesellschaft BNP Paribas meldete unterdessen, dass sie für 14,5 Mrd. Euro die Kontrolle über die Bankaktivitäten des angeschlagenen Finanzdienstleisters Fortis in Belgien und in Luxemburg sowie dessen belgisches Versicherungsgeschäft übernimmt. Außerdem wurde bekannt, dass sich die italienische Bankgesellschaft UniCredit im Zuge der Auswirkungen der Finanzkrise frisches Kapital beschaffen will.
Die größten Verluste sind dann auch im Bankensektor auszumachen. Mit einem Abschlag von fast 14 Prozent stechen Titel von Julius Bär aus der Masse hervor. Daneben geben UBS gut 10 Prozent und Credit Suisse über 7 Prozent ab. Bei Swiss Re schlägt ein Minus von annähernd 10 Prozent zu Buche.
Außerhalb des Finanzsektors sacken mitunter ABB um 7,7 Prozent, Swatch und Richemont um jeweils 5,4 Prozent und Syngenta um 4,4 Prozent ab. Roche verlieren 2,3 Prozent. Wie heute bekannt wurde, hat der Pharmakonzern den primären Endpunkt einer klinischen Studie für das Medikament Avastin zur Behandlung von Lungenkrebs nicht erreicht. Novartis halten sich mit -1,4 Prozent deutlich besser als der Gesamtmarkt. Nestlé geben 2,8 Prozent ab. Recht unbeeindruckt von der negativen Gesamtstimmung zeigen sich Synthes (-0,5 Prozent) und Swisscom (-0,6 Prozent). (06.10.2008/ac/n/m)
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