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Analysen - Marktberichte
17.09.2008
Schweizer Börse Nachbeben der Finanzkrise
scoach.ch

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Zürich (aktiencheck.de AG) - Die Schockwellen der Wall Street sind noch nicht völlig abgeebbt, so die Experten von "scoach.ch".

Die notorischen Leerverkäufer würden sich nach ihrem Erfolg bei den Lehman Brothers laufend neue Opfer suchen und weitere Banken unter Druck setzen, darunter auch europäische. Andererseits stabilisiere die Rettung des Versicherungsriesens AIG durch die US-Regierung. Außerdem demonstriere die Entscheidung der FED, ihren Leitzins trotz Finanzkrise unverändert zu lassen, Zuversicht. Die Geldpolitiker hätten gelernt, dass gezielte Aktionen - wie jetzt bei der AIG - wesentlich mehr Sinn machen würden als eine generelle Zinssenkung, die lediglich den Ölpreis in die Höhe treibe, wie das in der jüngsten Vergangenheit geschehen sei. Der SMI pendle sehr stark und gewinne momentan 0,8 Prozent auf 6.788 Punkte.

Holcim, gestern noch an der Spitze des Blue Chips, sei momentan der größte Verlierer. Händler würden auf den schon wieder steigenden Ölpreis verweisen. Dazu gebe es einen lang laufenden Call-Warrant, der von der Deutschen Bank emittiert werde. Der Call sei aus dem Geld (Ausübungspreis: 107,50 CHF) und erst am 15.12.2009 fällig. Der Hebel betrage aktuell 5,1. Die UBS könne dagegen ihre Erholung fortsetzen. Hohe Umsätze generiere derzeit ein Call-Warrant auf UBS, der von der EFG Financial Products AG emittiert werde. Der Call sei aus dem Geld (Ausübungspreis: 22,00 CHF) und am 20.3.2009 fällig. Der Hebel betrage aktuell 3,9.

Der Kontrakt für Brent Crude koste 92,38 US-Dollar. Der Future für die US-Sorte WTI sei 94,44 US-Dollar teuer. Um16:35 Uhr seien die Ölvorräte der Vorwoche fällig. Der Gold-Kontrakt werde bei 782,35 US-Dollar gehandelt.

Die Rettung der AIG stärke die Hoffnung, dass die Finanzkrise, trotz ständiger Attacken der Leerverkäufer, unter Kontrolle gehalten werden könne. Das werde auch an der Plattform Scoach Schweiz beachtet. Umsatzspitzenreiter bei den gehebelten Produkten sei momentan jedenfalls ein Call-Warrant auf die Swiss Re, der von der Deutschen Bank emittiert werde. Der Call sei knapp aus dem Geld (Ausübungspreis: 57,50 CHF) und bereits am 19.12.2008 fällig. Der Hebel betrage aktuell 5,3.

Um 14:30 Uhr würden aus den USA die Baugenehmigungen und Baustarts vom August erwartet. (17.09.2008/ac/a/m)


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