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Analysen - Nebenwerte
10.09.2008
ADVA für mutige Anleger
TradeCentre.de

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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen mutigen Anlegern sich einige Stücke der ADVA-Aktie (ISIN DE0005103006/ WKN 510300) zu sichern.

Im Gespräch mit TradeCentre zeige sich Vorstandschef Brian Protiva für die Zukunft seines Unternehmens zuversichtlich. "ADVA ist in der Lage mittelfristig wieder stärker zu wachsen. Höhere Infrastruktur-Investitionen sind notwendig, um das erwartete Wachstum der Breitbandanforderungen im Zuge der stärkeren Penetration von Video-Applikationen über IP-Netze bedienen zu können", erkläre Protiva. Offen sei jedoch die Frage, wann die Netzanbieter wieder stärker investieren würden.

Laut Protiva sei es das Ziel, in den nächsten Monaten weitere größere Netzbetreiber als Kunden zu gewinnen. "Gewinnen nur einen Großkunden mit hohem Volumen, werden wir sehr zügig auch wieder deutlich schwarze Zahlen schreiben", so der CEO. Zudem verliere das Unternehmen auch in der jetzigen Zeit nahezu keinen Kunden und technologisch sehe sich Protiva unverändert in einer führenden Position.

Derzeit sei ADVA so strukturiert, dass bei einem Umsatz von über 50 bis 55 Millionen Euro kein Geld verbrannt werde und operativ Gewinne eingefahren würden. Negativ sei allerdings, dass die Firmenkunden im Zuge einer Rezession ihre Investitionen reduzieren würden. Mit Firmenkunden würden die Münchener rund 30 Prozent des Umsatzes erzielen. "Wir spüren an dieser Stelle, dass sich die Wirtschaft abkühlt. Aber auch Firmenkunden müssen in ihre Netzsysteme bald wieder investieren", sage Protiva.

Der Anbieter von Optical- und Ehernet-Transportlösungen erwarte für das laufende dritte Quartal einen Umsatz von 50 bis 58 Millionen Euro bei einer proforma EBIT-Marge von minus vier bis plus vier Prozent. Protiva habe die Spanne bewusst breit kommuniziert, um nicht erneut zu enttäuschen. Für das Q4 hoffe der Firmenchef erneut auf Zuwächse gegenüber dem dritten Quartal. Im Gesamtjahr könnte die Firma circa 220 Millionen Euro umsetzen. Auf proforma Basis wolle Protiva mit einem positiven Ergebnis abschließen. Das berichtete EBIT werde allerdings negativ ausfallen und ebenso das Nettoergebnis. Diesbezüglich könnten die Aktionäre das Jahr 2008 bereits heute abhaken.

Im Jahr 2009 wolle ADVA auf den Wachstumspfad zurückkehren und auch wieder schwarze Zahlen schreiben. "Wir haben das Potenzial im nächsten Jahr wieder zur alten Stärke zurückzukehren. Das hängt aber einerseits an der Konjunktur und andererseits daran, ob es uns gelingt weitere Großkunden zu gewinnen", so Protiva.

Auf aktuellem Kursniveau von 1,80 Euro werde ADVA mit 83 Millionen Euro kapitalisiert. Für einen strategischen Aufkäufer sicherlich ein Schnäppchen. Eine Übernahme zu diesem Kursniveau habe Protiva jedoch ausgeschlossen. "Die Großaktionäre würden zu diesem Kurs keinen Deal machen, nur damit das Unternehmen verkauft ist". Über seine Familie sei der CEO mit über 17 Prozent an ADVA beteiligt. Grundsätzlich sei Protiva allerdings offen für eine Übernahme. "Wir sprechen mit einer handvoll Interessenten. Es ist nicht nur eine Preisfrage, auch andere Parameter müssen einen sinnvollen Deal ergeben. Dann würden auch die Großaktionäre mitziehen", erkläre der Firmenchef. Er betone allerdings, dass ADVA diese Gespräche nicht aktiv suche und auch kein Mandat an eine Investmentbank vergeben worden sei.

Für ein US-Unternehmen oder auch einen asiatischen Player wäre ADVA ein attraktives Target, da diese Firmen in Europa eher schlecht positioniert und die Münchener in europäischen Gefilden gut aufgestellt seien.

Sämtliche schlechte Nachrichten sollten inzwischen im Kurs enthalten sein.

Nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" sollten mutige Anleger sich auf aktuellem Kursniveau Stücke der ADVA-Aktie sichern. Stoppkurse empfehle man rund zehn Prozent unter dem Einstiegskurs. (Analyse vom 10.09.2008) (10.09.2008/ac/a/nw)


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