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Analysen - Ausland
08.02.2002
WorldCom Group "strong buy"
US Bancorp Piper Jaffray

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Die Wertpapierspezialisten von US Bancorp Piper Jaffray raten den Anlegern auch weiterhin dazu, die Aktie des US-amerikanischen Telekommunikationsanbieters WorldCom (WKN 881477) aggressiv zu kaufen.

Obwohl das vergangene Fiskalquartal bei WorldCom hinsichtlich Umsatz, EBITDA und EPS hinter den Erwartungen der Analysten zurückgeblieben sei, sei es dennoch wesentlich besser ausgefallen, als dies im aktuellen Aktienkurs zum Ausdruck kommen würde. Des weiteren hätte der finanzielle Report des Unternehmens die Stärke der Bilanz eindrucksvoll unterstrichen. WorldCom sei nicht durch eine drohende Insolvenz gefährdet, würde über eine ausreichende Liquidität verfügen, um betriebliche Operationen zu finanzieren und sei dazu in der Lage, ausreichend Free Cash Flow zu generieren, um sich selbst zu tragen.

Zwar würden die Analysten auch weiterhin daran glauben, dass es im Verlaufe der 2. Hälfte des Geschäftsjahres 2002 eine leichte konjunkturelle Erholung geben könnte, hätten sich aber dennoch entschlossen, ihre Prognosen für das Finanzjahr zu reduzieren, da sich die Nachfrage im Telekommunikationsbereich wahrscheinlich nicht wesentlich steigern würde. Demnach würden die Investmentbanker nun mit einem Umsatz von 22,5 (statt 24) Mrd. US-Dollar bei einem EBITDA von 8,6 (statt 8,9) Mrd. US-Dollar rechnen. Da sich die Prognose für das Umsatzwachstum verringert hätte, würden die Börsenspezialisten nun auch mit einem niedrigeren Kursziel für die Aktie kalkulieren, und zwar mit 17 statt wie bisher 20 US-Dollar.

Wie die Experten bereits in einer früheren Analyse betont hätten, seien sie in keiner Weise besorgt über die Liquidität von WorldCom, da das Unternehmen über ein Kreditlimit von 8 Mrd. US-Dollar verfügen würde, von dem man bislang noch keinen Gebrauch gemacht hätte. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA würde von den Analysten auf etwa 2,7 (zu Ende des Kalenderjahres 2001) geschätzt. Dies würde weit unter dem Maximum von 4 liegen, das für vergleichbare Unternehmen üblich sei.

Die Experten würden davon ausgehen, dass WorldCom im Geschäftsjahr 2002 einen Free Cash Flow von 1,2 Mrd. US-Dollar generieren könnte und überdies im ersten Fiskalquartal 2002 einen positiven Cash Flow haben würde. Dieser Cash Flow sei mehr als ausreichend, um anstehende Verbindlichkeiten in Höhe von 172 Mio. US-Dollar zu begleichen, geschätzte 390 Mio. US-Dollar an Dividenden auszuzahlen und einen Beitrag zum Abbau der Nettoverschuldung zu leisten.

Vor diesem Hintergrund raten die Investmentbanker von US Bancorp Piper Jaffray auch weiterhin dazu, die Aktie von WorldCom mit einem Kursziel von 17 US-Dollar aggressiv zu kaufen.



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