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Analysen - Nebenwerte
03.09.2008
Dürr akkumulieren
AC Research

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Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research empfiehlt weiterhin, die Aktien von Dürr (ISIN DE0005565204/ WKN 556520) zu akkumulieren.

Die Gesellschaft habe Zahlen für das abgelaufene erste Halbjahr 2008 bekannt gegeben.

Demnach habe das Unternehmen in diesem Zeitraum die Umsatzerlöse im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 15,7% auf 752,7 Millionen Euro steigern können. Der Auftragseingang habe sich gleichzeitig allerdings um 36,3 Millionen Euro auf 876,1 Millionen Euro verringert. Das EBIT habe auf 24,6 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden können. Nach einem ausgeglichenen Ergebnis im ersten Halbjahr 2007 habe der Konzern diesmal nach Steuern einen Überschuss in Höhe von 10,8 Millionen Euro oder 0,63 Euro je Aktie ausweisen können.

Im Geschäftsbereich Measuring and Process habe bei einem Anstieg des Auftragseingangs um 14,7% auf 234,3 Millionen Euro der Umsatz um 15,7% auf 197,3 Millionen Euro gesteigert werden können. Das EBIT habe sich um 1,2 Millionen Euro auf 8 Millionen Euro verbessert. Im Bereich Paint and Assembly Systems habe sich der Auftragseingang vor allem wegen des Verzichts auf die Hereinnahme margenschwacher Aufträge in der Endmontage-Fördertechnik um 9,4% auf 641,8 Millionen Euro verringert. Der Umsatz sei allerdings um 15,7% auf 555,3 Millionen Euro gestiegen. Beim EBIT sei ein Zuwachs von 4,1 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2007 auf nun 18,9 Millionen Euro verzeichnet worden.

Die vorgelegten Halbjahreszahlen hätten insgesamt im Rahmen der Erwartungen der Analysten von AC Research gelegen. Positiv werte man den zum 30. Juni 2008 auf 1,173 Milliarden Euro gestiegenen Auftragsbestand. Dieser sichere eine gute Auslastung bis Mitte 2009. Die Gesellschaft profitiere weiterhin von einer hohen Nachfrage in den Wachstumsmärkten der Automobilindustrie. In den kommenden Quartalen rechne man im Zuge der deutlichen konjunkturellen Eintrübung allerdings mit einem schwieriger werdenden Marktumfeld für das Unternehmen.

Für das Gesamtjahr 2008 rechne die Konzernleitung weiterhin mit einem Umsatzanstieg von bis zu 10% und einer Verbesserung der EBIT-Marge auf 5%. Der Auftragseingang solle sich im Gesamtjahr 2008 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Da die Gesellschaft rund 85% der Umsätze im Geschäft mit der Automobilindustrie erwirtschafte und man hier mit einer weiteren deutlichen Eintrübung rechne, erscheine das Ziel beim Auftragseingang relativ ambitioniert. Gleichzeitig würden die Planvorgaben beim Umsatz und EBIT vor dem Hintergrund des sehr guten Auftragsbestandes und der üblichen Beschleunigung bei der Ergebnisrealisierung im dritten und vierten Quartal aber erreichbar erscheinen.

Beim gestrigen Schlusskurs von 23,19 Euro erscheine das Unternehmen nach den Kursverlusten der vergangenen Wochen mit einem KGV 2008e von gut 9 trotz des wahrscheinlich schwieriger werdenden Marktumfeldes weiterhin relativ moderat bewertet. Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur wolle der Konzern im dritten Quartal zunächst 50% seiner Hochzinsanleihe ablösen. Zudem stehe das Unternehmen in Verhandlungen mit dem Kreditkonsortium, um seine syndizierten Kredite entsprechend der verbesserten Unternehmenssituation zu verlängern und zu erhöhen. Da die Gesellschaft hierdurch ihren finanziellen Spielraum erweitern könne, werte man diese Nachricht als positiv.

Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von Dürr zu akkumulieren. (Analyse vom 03.09.2008) (03.09.2008/ac/a/nw)



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