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News - DAX 100
03.09.2008
Presse: Deutsche Postbank - Verkauf wackelt
aktiencheck.de

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Bonn (aktiencheck.de AG) - Der Verkauf der Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) durch die Konzernmutter Deutsche Post AG (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) wird einem Pressebericht zufolge immer unwahrscheinlicher.

Wie die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise berichtet, habe die Börse die Verschiebung des Verkaufs durch die Deutsche Post bereits eingepreist. Das mit 14,5 Millionen Klienten größte Privatkundeninstitut Deutschlands war gestern gerade noch 7,2 Mrd. Euro wert. Vor Monaten hatte die Börse die Postbank noch mit mehr als 10 Mrd. Euro bewertet. "Entweder es passiert noch etwas, oder Post-Chef Frank Appel beendet das Drama", heißt es im Post-Konzern. Der Verkaufsprozess laufe bislang ungehindert weiter, sämtliche Beteiligten drängten aber auf eine Entscheidung.

Als Interessenten für die Deutsche Postbank kommen den Angaben zufolge nach wie vor die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000), die spanische Großbank Banco Santander S.A. (ISIN ES0113900J37/ WKN 858872) sowie der niederländische Allfinanzkonzern ING Groep N.V. (ISIN NL0000303600/ WKN 881111) in Frage. Die Commerzbank AG (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) dürfte nach der Übernahme der Dresdner Bank jedoch in diesem Jahr nicht mehr für ein Gebot zur Verfügung stehen.

Eine Dreier-Fusion zwischen Commerzbank, Dresdner und Postbank war bislang politisch erwünscht. Denkbar ist nach Angaben der Zeitung, dass die Bundesregierung, die bis Ende 2008 ein Veto gegen den Postbank-Verkauf einlegen kann, darauf spekuliert, dass eine solche Dreier-Fusion 2009 machbar sein könnte, wenn Dresdner und Commerzbank ihren Zusammenschluss verdaut haben.

Die Aktie der Deutschen Postbank notierte zuletzt bei 43,97 Euro. (03.09.2008/ac/n/d)


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