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News - Ausland
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13.02.2002
Tricon auf Wachstumskurs
Investor-Village
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Gestern veröffentlichte das Fastfoodunternehmen Tricon (WKN 909190) seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2001, so die Analysten von "Investor-Village".
Der Umsatz des Unternehmens stagniere zwar, das Unternehmen habe seinen Gewinn dennoch um knapp ein Fünftel gesteigert. Zu Tricon würden die drei Ketten Kentucky Fried Chicken, Pizza Hut und Tacco Bell gehören. Nach Umsatz sei der Konzern das zweitgrößte Fastfoodunternehmen hinter McDonald`s, nach Filialen übertrumpfe er den Hamburgerkönig sogar. Weltweit über 30.000 Restauranteinheiten ließen sich den drei Marken Tricons zuordnen.
Tricon sei 1997 als Spin Off von PepsiCo entstanden. PepsiCo habe sich von seinem Restaurantsektor getrennt, um sich wieder auf sein Kerngeschäft, die Getränkesparte, zu konzentrieren. Damals seien im Fastfoodbereich ein Drittel des Umsatzes erwirtschaftet worden, der Sektor habe aber nur 22 Prozent zum Gewinn beigetragen. Durch die Abspaltung und die Konzentration auf die jeweiligen Kernkompetenzen hätten beide Unternehmen profitiert.
Gestern habe die Restaurantkette ihre Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2001 vorgelegt. Die Restauranteinheiten würden entweder von Tricon selbst oder von Franchise- und Lizenznehmern bewirtschaftet. Einschließlich fremdbetriebener Läden seien im vierten Quartal Erlöse in Höhe 6,968 Milliarden US-Dollar erzielt worden. Das entspreche dem Ergebnis im Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr 2001 seien die Erlöse leicht um ein Prozent auf 22,328 Milliarden US-Dollar gewachsen. Der Umsatz von Tricon selbst (ohne Umsätze von Franchisenehmern) habe im letzten Vierteljahr bei 2,202 Milliarden gelegen. Für das Gesamtjahr verbuche das Unternehmen 6,953 Milliarden für sich. Das seien zwei Prozent weniger als in 2000.
Die Fastfoodkette habe im vierten Quartal ein Nettoergebnis in Höhe von 164 Millionen US-Dollar erwirtschaftet (1,08 Cent je Aktie), 28 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Damit habe das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Diese hätten mit einem Gewinn von 1,04 Cent je Aktie gerechnet. Im Gesamtjahr habe Tricon mit 493 Millionen US-Dollar (3,24 US-Dollar je Aktie) 19 Prozent mehr als in 2000 verdient. Das Unternehmen habe die Kosten im Verwaltungsbereich gesenkt. Besonders erfreulich sei, dass Tricon kontinuierlich seine Schulden reduziere, so dass der Zinsaufwand sinke.
Der Markt für Fast-Food-Produkte sei in den USA weitgehend gesättigt. Wachsen könne Tricon also vor allem international - diese Chance nehme das Unternehmen wahr. Allein in China gebe es schon 500 Kentucky Fried Chicken-Restaurants. In 2001 seien insgesamt 1.489 neue Filialen hinzugekommen, 1.041 davon außerhalb der Grenzen der USA. Fast 70 Prozent der neuen Restaurants würden von Franchisenehmern bewirtschaftet.
Für 2002 habe sich Tricon optimistisch gegeben. Im ersten Quartal solle der Gewinn um 25 Prozent steigen. Das Unternehmen sei voll auf Wachstumskurs, im laufenden Geschäftsjahr sollten weitere 1.500 Filialen eröffnet werden. Es sei möglich, dass Tricon dem Fastfoodkönig McDonald`s einige Marktanteile abjage.
Die Bedürfnisse der amerikanischen Konsumenten hätten sich verändert, die Kunden würden mehr Wert auf gesunde Ernährung legen, so genanntes Ethnic Food liege im Trend. Taco Bell passe als Anbieter von mexikanischem Essen gut zu den veränderten Ansprüchen.
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