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Analysen - Ausland
06.02.2002
Qwest neutral
Merrill Lynch

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Die Wertpapierexperten von Merrill Lynch beurteilen die Aktie des Anbieters für Telekommunikation Qwest Communications international (WKN 907671) weiterhin neutral.

Aufgrund von allgemeinen Bedenken für den Telekommunikationsbereich habe die Aktie von Qwest in den letzten 2 Wochen 30% ihres Kurses eingebüßt. Diese Entwicklung sei Folge von schwachen Ergebnissen bei Anbietern wie AT&T Wireless und dem Chapter 11 Antrag. Außerdem habe man einen Trend verzeichnet, wonach Investoren Aktien von Unternehmen bevorzugen würden, die eine strenge Abrechnungspolitik verfolgen würden. Zu diesen Entwicklungen hinzu komme die Tatsache, dass Qwest die am weitesten gestreckte Bilanz der 7 großen US Telekommunikationsanbieter habe.

Wenn man den EBITDA des 4. Quartals 2001 von 1,6 Mrd. US-Dollar auf das ganze Jahr anwende und wenn man eine Verschuldungsbasis von 25 Mrd. US-Dollar zu Grunde lege belaufe sich die Laufrate von Verschuldung zu EBITDA auf 3,9. Dieses Verhältnis sei das höchste aller großen Telekommunikationsanbieter. Außerdem liege es deutlich über dem Verhältnis von 3,25, dass S&P angegeben habe, um ein BBB+ Rating zu gerechtfertigen.

In der letzten Ankündigung der Ergebnisse habe Qwest erwähnt, dass man die Verschuldung um 1,5 bis 2 Mrd. US-Dollar senken wolle. Dies solle unter anderem durch den Verkauf von Vermögensgegenstände erreicht werden. Außerdem habe Qwest angekündigt, dass man eine „Shelf registration“ bei der Securities and Exchange Commission für die Verschuldung beantragen wolle. Diese Entscheidung werde positiv aufgenommen.

Die Erwartung für das EPS bleibe unverändert. Die Aktienspezialisten würden weiterhin für 2002 und 2003 von einem Gewinn pro Aktie in Höhe von 0,12 und 0,25 US-Dollar ausgehen.

Die Wertpapierexperten von Merrill Lynch beurteilen die Aktie von Qwest mittelfristig weiter neutral, während sie langfristig raten, die Aktie zu kaufen.



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