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Analysen - Nebenwerte
11.02.2002
Berliner Effekten verkaufen
Independent Research

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Die Analysten von Independent Research raten, die Aktie der Berliner Effekten (WKN 522130) zu verkaufen.

Nach 9 Monaten des Geschäftsjahres 2001 hätten die Berliner einen Gewinneinbruch verzeichnet. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sei auf –4,3 (61,1) Mio. Euro gefallen. Zudem hätten hohe Abschreibungen auf Consors-Aktien sowie eigene Anteile und zwei strategische Minderheitsbeteiligungen in Höhe von insgesamt 41,3 Mio. Euro das Ergebnis belastet, so dass unterm Strich ein Verlust von 40,0 (+33,5) Mio. Euro ausgewiesen worden sei.

Der Abschreibungsbedarf im dritten Quartal sei zwar massiv gewesen, belaste aber die Liquidität des Unternehmens nicht. Unter steuerlichen Gesichtspunkten habe sich die Abschreibung angeboten, da diese in 2001 letztmalig steuerwirksam habe geltend gemacht werden können.

Aufgrund der strategischen Ausrichtung sehe man die Zukunftsaussichten kritisch. Ein Erfolg der Nasdaq Europe sowie der außerbörslichen Handelsplattform zeichne sich bisher nicht ab. Die Liquidität sei derzeit noch zu gering. Ob diese jemals ausreichen werde, um das Geschäft erfolgreich zu betreiben, sei fraglich. Mit den Xetra US Stars habe die Nasdaq Europe starke Konkurrenz bekommen. Die ungewisse Zukunft des Grossaktionärs Consors dürfte vorerst den Kurs belasten. Man halte es durchaus für möglich, dass sich ein neuer Concsors-Eigentümer von der BEG trennen werde.

Aufgrund der vergleichsweise hohen Bewertung nehmen die Experten von Independent Research ihr Votum für die Aktie der Berliner Effekten von "marktneutral" auf "verkaufen" zurück.


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