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Analysen - Nebenwerte
25.08.2008
GWB Immobilien kaufen
HSH Nordbank AG

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der HSH Nordbank AG, Steffen Wollnik, rät unverändert zum Kauf der GWB Immobilien-Aktie (ISIN DE000A0JKHG0/ WKN A0JKHG).

Die GWB Immobilien AG habe kürzlich die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2008 bekannt gegeben. Die Umsatzerlöse hätten rund 4,9 Mio. EUR nach 3,2 Mio. EUR im Vorjahr betragen. Das EBIT sei von -2,1 Mio. EUR auf 443.000 EUR gestiegen. Das Ergebnis nach Steuern habe ein Minus von 1,3 Mio. EUR verzeichnet, nachdem in der gleichen Vorjahresperiode ein Verlust von 2,9 Mio. EUR angefallen sei. Das Ergebnis je Aktie sei von -0,58 EUR auf -0,27 EUR gestiegen.

Das Immobilienvermögen sei von 98,9 Mio. auf 111,2 Mio. EUR gewachsen. Davon würden auf die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 49,9 Mio. EUR entfallen (51,8 Mio. EUR zum 31.12.2007). Durch den Verkauf des Wuppertaler Objektes im ersten Quartal sei das Volumen zwischenzeitlich auf 32,8 Mio. EUR gesunken. Der Anstieg im zweiten Quartal gehe auf die Aufnahme des Spaldinghofs in das Bestandsportfolio zurück. Die übrigen 61,3 Mio. EUR des Immobilienvermögens würden sich in der Position Vorräte befinden. Diese sei im ersten Halbjahr um 14,2 Mio. EUR gestiegen. Im Wesentlichen basiere diese Veränderung auf der Postgalerie Speyer (13,8 Mio. EUR). Das Investitionsvolumen für dieses Objekt betrage bis einschließlich 2010 46 Mio. EUR.

Da durch die Veräußerung des Wuppertaler Objektes zunächst nur die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1,0 auf 20,6 Mio. EUR gewachsen seien, seien die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch die getätigten Investitionen um 29,5 Mio. EUR auf 81,6 Mio. EUR gestiegen. Bei einer Bilanzsumme von mittlerweile 135 Mio. EUR betrage die Eigenkapitalquote 20,7%. Die liquiden Mittel würden sich auf 1,5 Mio. EUR belaufen.

Die Quartalszahlen hätten kaum neue Erkenntnisse für die Einschätzung des Unternehmens hervorgebracht. Die Analysten würden weiterhin damit rechnen, dass die GWB durch den Verkauf einiger Objekte einen positiven Jahresüberschuss erzielen werde. Des Weiteren sichere die umfangreiche Projektpipeline das mittelfristige Wachstum. Allein im laufenden Geschäftsjahr sollten 60 Mio. EUR investiert werden. Neben Speyer beginne die GWB mit dem Bau von zwei Objekten in Buxtehude und Bremerhaven.

Zu diesen Wachstumsplänen passe die jüngste Meldung über ein Joint Venture mit der HSH Real Estate AG, das die geplanten Investitionen sichern solle. An einer gemeinsamen Projektgesellschaft namens market 10 GmbH & Co. KG sei die GWB mit 51% beteiligt. Sie übernehme zudem die Geschäftsführung. Zunächst seien Investitionen in Höhe von knapp 100 Mio. EUR geplant. Der Fokus liege auf zu revitalisierende Einzelhandelsimmobilien. Aktuell seien hier neun Objekte in der Planung, die bis 2009 erworben werden sollten. Der HSH Real Estate sei außerdem eine Option zum Erwerb von 25,1% des Aktienkapitals eingeräumt worden, die bei einer Kapitalerhöhung der GWB ausgeübt werden könne.

Konkrete Informationen darüber, welche Revitalisierungsobjekte der GWB-Projektpipeline durch das Joint Venture realisiert werden sollten, würden den Analysten noch nicht vorliegen. Sie würden jedoch wissen, dass neben den ihnen bekannten Projekten einige zusätzliche in Angriff genommen würden.

Die Analysten hätten daher ihre Prognoserechnung leicht geändert und das Investitionsvolumen für die Jahre ab 2009 etwas erhöht. Dementsprechend ändere sich der faire Wert von 8,20 EUR auf 9,00 EUR pro Aktie. Mittels der EVA®-Methode hätten die Analysten einen Unternehmenswert je Aktie von 8,50 EUR berechnet. Das Ergebnis nach DCF betrage 9,50 EUR. Das Anlagerisiko würden sie aufgrund der Volatilität der Aktie nach wie vor als hoch einschätzen.

Die Einstufung der Analysten der HSH Nordbank AG für die GWB Immobilien-Aktie lautet "kaufen" mit einem Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten von 9,00 EUR. Weiteres Kurspotenzial könnte sich ergeben, sobald weitere Informationen über die Zusammenarbeit mit der HSH Real Estate vorliegen würden. Die Kaufempfehlung basiere weiterhin auf den Annahmen, dass die GWB auf dem für Investoren attraktiven Markt für Fachmarkt- und Einkaufszentren agiere und dank ihrer umfangreichen Projektpipeline erhebliches Wachstumspotenzial besitze. Dieses habe sich durch market 10 noch vergrößert. (Analyse vom 25.08.2008) (25.08.2008/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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